Prozess

Waffennarr handelte illegal mit Schusswaffen

Er konnte einfach nicht von seiner Sucht nach Waffen lassen. Ein 26-Jähriger hat jahrelang illegal mit Waffen gehandelt. Selbst als Häftling betrieb er das illegale Geschäft weiter, wie er vor Gericht gestand.

Ein 26-jähriger Waffennarr hat jahrelang einen illegalen Handel mit Pistolen, Gewehren und Zubehör betrieben. Vor dem Berliner Landgericht legte der gelernte Büchsenmacher ein umfassendes Geständnis ab. Er habe sich bereits als Elfjähriger für Waffen interessiert und sei dann als Sammler in diese Szene gerutscht, sagte der einschlägig vorbestrafte Mann am Freitag zu Prozessbeginn. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten 38 Taten zur Last, die er teilweise als Häftling beging.

Der Waffennarr aus Wilmersdorf war vor sechs Jahren erstmals ins Visier der Polizei geraten. „Bei einer Hausdurchsuchung fand man auch funktionsfähige Schusswaffen bei mir“, sagte der Angeklagte. Er habe nach einer einjährigen Unterbrechung sein „Hobby dennoch wieder praktiziert“. Auch ein zweiter Versuch, sich von der Affinität zu lösen, sei gescheitert. Weil er im Jahr 2012 finanzielle Probleme hatte, habe er die Geschäfte auch als Häftling betrieben.

Der Angeklagte war zuletzt 2011 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Als Freigänger begann er ein Maschinenbau-Studium. Im März dieses Jahres wurde er erneut festgenommen. Er befindet sich seitdem in Haft. Der Prozess wird am 5. September fortgesetzt.