Anlagebetrug

Berliner Millionenbetrüger in Spanien gefasst

Der 45-Jährige soll in mindestens 35 Fällen faule Anlageprodukte verkauft haben. Dabei entstand ein Schaden von mindestens sieben Millionen Euro. Nun wurde er an der spanischen Küste festgenommen.

Am Sonntagabend hat die spanische Polizei in dem Ferienort Lloret de Mar einen mutmaßlichen Millionenbetrüger aus Berlin verhaftet.

Ein Fachkommissariat für Geldanlagedelikte des Landeskriminalamtes ermittelte seit Oktober 2010 gegen den 45-Jährigen, der am Hermsdorfer Damm in Reinickendorf eine Versicherungsagentur betrieb. Laut Berliner Staatsanwaltschaft befand sich Torsten N. auf der Flucht, nach ihm wurde mit europäischem Haftbefehl gesucht.

Ihm wird vorgeworfen, über Jahre hinweg in mindestens 35 Fällen seinen Kunden nicht existente Anlageprodukte verkauft zu haben. So ergaunerte er mindestens sieben Millionen Euro. Er gab an, im Auftrag einer großen Versicherungsgesellschaft zu handeln und lockte mit sehr hohen Zinsen. Die Einlagen flossen auf sein Privatkonto. Den Kunden legte er gefälschte Kontoauszüge vor.

Wohnungen und Büros in Berlin und Brandenburg durchsucht

Gegen den Mann wird wegen Urkundenfälschung und Betrugs ermittelt. Am vergangenen Donnerstag wurden mehrere Wohnungen und Büros des 45-Jährigen in Berlin, Brandenburg und Österreich durchsucht und zahlreiche Beweismittel sichergestellt.