Brandanschlag

Unbekannte zünden Botschaftsauto in Mitte an

Zwei Autos sind an der Michaelkirchstraße bei einem Brand beschädigt worden. Zunächst stand ein Diplomatenfahrzeug der türkischen Botschaft in Flammen. Sie griffen auf einen weiteren Wagen über.

Foto: Meissner, Peter / action press

In Berlin sind erneut Autos durch ein Feuer zerstört worden. Offenbar haben wieder einmal Brandstifter zugeschlagen. In der Nacht zu Donnerstag stand ein in Mitte geparktes Dienstfahrzeug der türkischen Botschaft in Flammen. Das Feuer griff auf einen davor geparkten Wagen über. Trotz des sofortigen Löscheinsatzes der Feuerwehr sind beide Autos erheblich beschädigt worden. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zu dem Brand hat inzwischen der Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Ein politisches Tatmotiv könne derzeit zumindest nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Anwohner hatten nach Angaben der Polizei den brennenden silberfarbenen Mercedes gegen 3.30 Uhr an der Michaelkirchstraße entdeckt und die Feuerwehr gerufen. Die Flammen hatten bereits die gesamte Frontpartie mit Motorraum und Vorderreifen des Diplomatenfahrzeugs erfasst, als die Einsatzkräfte eintrafen. Auch das Heck und die hintere Stoßstange des davor abgestellten Opel war durch die große Hitze entflammt worden. Von den Tätern gibt es keine Spur. Auch die Anwohner, die den Brand gemeldet hatten, konnten dazu keine Angaben machen.

Bereits in der Nacht zu Mittwoch hatte in Friedrichshain ein Mercedes-Transporter in Flammen gestammen. Das Fahrzeug älteren Baujahrs hatte am Markgrafendamm gestanden und war aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Ein Spaziergänger hatte den Feuerschein gegen 2.15 Uhr entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Nach Morgenpost-Informationen wurde der Transporter als Lautsprecherwagen von politisch linksstehenden Gruppen bei Demonstrationen genutzt. Auch in diesem Fall führt jetzt der Staatsschutz die Ermittlungen, bestätigte ein Polizeisprecher. Unbestätigt ist bislang, dass möglicherweise rechtsextreme Täter für den Brandanschlag verantwortlich sind.