Kabelbetreiber

Attacke auf Kabel Deutschland - Staatsschutz ermittelt

Rund 160.000 Berliner Haushalte hatten am Sonntag kein Telefon, kein Internet und kein TV-Signal. Nun ermittelt der Staatsschutz. Seit Freitag warten zudem Hunderte Telecolumbus-Nutzer auf ihr Netz.

Foto: Ole Spata / dpa

Nach der Attacke auf den Kabelbetreiber Kabel Deutschland in Berlin am Sonntag ermittelt der Staatsschutz. Denn nach Angaben der Polizei vom Montag wird ein politisches Motiv für die Tat nicht ausgeschlossen.

Etwa 160.000 Berliner Haushalte im Westteil der Stadt waren von Sonntagmorgen um 6.00 Uhr bis teilweise zum späten Abend ohne Internet, Telefon und Fernsehen. Unbekannte waren nach Angaben des Netzbetreibers in einen Kabelschacht in der Heerstraße in Charlottenburg eingedrungen und hatten etwa 400 Glasfaserkabel durchschnitten. Diese mussten mühselig wieder zusammengefügt werden.

Kabel Deutschland hatte am Sonntag einen Unfall ausgeschlossen - und Vandalismus vermutet. Derartige Ausfälle seien sehr selten. „Wir hatten schon Bagger, die bei Bauarbeiten zufällig ein Kabel von uns durchtrennt haben. Aber einen solchen Fall hatten wir noch nicht“, sage Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen.

Ausfall bei Telecolumbus im Südwesten

Im Südwesten Berlins warten Hunderte Haushalte weiter auf Internet, Telefon und Fernsehsignal - und das seit Freitag. Bauarbeiter hatten an der Rüdesheimer Straße ein Glasfaserkabel durchtrennt. Laut der Betreiberfirma Telecolumbus repariere man das Kabel momentan. Da Tiefbauarbeiten notwendig sind, könne es aber noch bis zum späten Montagnachmittag dauern bis alle Kunden wieder an das Netz angeschlossen werden, so Telecolumbus-Sprecher Hannes Lindhuber.