Wohnungsmarkt

In Kreuzberg nutzen Eigentümer ihre Wohnung kaum selbst

Der Trend in Berlin geht zur Eigentumswohnung. Das baut Druck auf die Mieter auf. Immerhin: In Bezirken wie Steglitz-Zehlendorf wohnen die Eigentümer selbst in ihrem Besitz, in Kreuzberg selten.

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Die Zahl der Eigentumswohnungen, in denen die Eigentümer selbst wohnen, unterscheidet sich in den Bezirken erheblich. Während das in Steglitz-Zehlendorf auf rund 40.000 Wohnungen und in Tempelhof-Schöneberg auf fast 32.000 Wohnungen zutrifft, leben in Friedrichshain-Kreuzberg nur in 8000 Fällen Menschen in ihren eigenen vier Wänden. Auf dem vorletzten Rang liegt Lichtenberg mit 8420 Wohnungen. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katrin Schmidberger hervor.

Große Unterschiede werden auch deutlich, wenn man die Quote der von Eigentümern selbst genutzten Wohnungen mit dem Gesamtbestand aller Wohnungen im jeweiligen Bezirk vergleicht. In Mitte sind 6,3 Prozent aller Wohnungen selbst genutzte Eigentumswohnungen, in Steglitz-Zehlendorf 26,5 Prozent. Spandau kommt auf 19,3 Prozent, Charlottenburg-Wilmersdorf auf 14 und Reinickendorf auf 23,7 Prozent (Berlin: 14,9 Prozent). Auch in den östlichen Bezirken gehen die Zahlen weit auseinander.

In Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf ist fast jede fünfte Wohnung eine Eigentumswohnung, in der die Käufer selbst wohnen, in Lichtenberg gilt das nur für sechs Prozent aller Wohnungen. Im vergangenen Jahr entstanden in Berlin 13.840 neue Eigentumswohnungen. Etwa 4600 wurden neu gebaut, knapp 9200 waren umgewandelte Mietwohnungen.