Hans-Jürgen Jobski

Untreueverdacht gegen mittlerweile verstorbenen Notar

Der Berliner Notar Hans-Jürgen Jobski soll ihm für Immobiliengeschäfte anvertrautes Geld veruntreut haben. Es gibt entsprechende Anzeigen. Doch der Jurist kann keine Auskunft mehr geben.

Gegen den Anfang Juli verstorbenen Berliner Notar Hans-Jürgen Jobski mit einer Kanzlei am Kurfürstendamm sind schwere Vorwürfe erhoben worden. Er soll Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben. Nach Angaben von Landgerichtspräsident Bernd Pickel sind bei der Notarkammer mehrere Anzeigen eingegangen. „Es besteht der Verdacht, dass Geld, das auf Notar-Anderkonten eingezahlt worden ist, veruntreut wurde“, sagte Pickel dem RBB-Fernsehen.

Anderkonten werden als Sicherheit angelegt, bis Geschäfte wie ein Immobilienkauf vollzogen sind. Vermutet werde, dass das Geld an den Notar geflossen ist, so Pickel. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen auch, ob Dritte für den mutmaßlichen Millionenschaden verantwortlich sind.

Hans-Jürgen Jobski war von 2003 bis 2006 Präsident des Tennisklubs Rot-Weiß Berlin in Grunewald, von 1996 an Vizepräsident. Am 2. Juli verstarb er mit 66 Jahren nach schwerer Krankheit. Die Geschädigten können hoffen, ihr Geld wieder zu bekommen. Laut Gerichtspräsident gibt es einen Vertrauensschadensfonds für Fälle, in denen vorsätzlich Schäden durch einen Notar herbeigeführt werden.