Twitter-Schatzsuche

Geldgräber aufgepasst - @HiddenCash jetzt auch in Berlin

Jason Buzi ist mit Immobilien in den USA reich geworden und berühmt für seine Schatzsuchen. Nun versteckt er Geld in Berlin, einfach weil ihm die Stadt gefällt. Hinweise gibt er über Twitter.

Die Scheine sind eingetütet. In roter Schrift auf grünem Umschlag steht: „Großartig! Du hast es gefunden! Tweet Foto mit! Wir (Herz) Berlin!“ Und dazu die Adresse: twitter: @HiddenCash. Dahinter verbirgt sich der US-amerikanische Immobilienunternehmer Jason Buzi.

Der 43-Jährige aus San Francisco war vergangenes Jahr zu Besuch in Berlin. Die Stadt hat ihm gefallen, und so hat er einen Berliner Freund gebeten, für ihn eine seiner inzwischen berühmten Schatzsuchen zu organisieren. Er wird nun insgesamt 1400 Euro an 24 Orten verstecken

Am Sonntagmorgen (27. Juli 2014) zwischen 9 und 10 Uhr will @HiddenCash über Twitter die ersten Hinweise geben, wo die Umschläge versteckt sein könnten. Vielleicht auf dem Tempelhofer Feld, vielleicht im Tiergarten oder am Müggelsee?

Bitte um Beweisfotos auf Twitter

Es werden jedenfalls massenkompatible Orte sein. Denn als @HiddenCash vor einigen Wochen seine Follower auf Twitter in einen kleinen Park bei Los Angeles lotste, wurden Pflanzen zertreten und technische Anlagen zerstört. Den Schaden wollte Buzi begleichen - und künftig geeignetere Orte suchen. Vor einer Woche war das zum Beispiel ein Wald in Wales in Großbritannien.

Die glücklichen Finder der 10-, 20- und 50-Euro Scheine werden gebeten, ihr Beweisfoto auf Twitter zu versenden. Buzi will mit den Aktionen etwas von seinem geschäftlichen Glück als Unternehmer weitergeben. Seit seine Identität Anfang Mai bekannt wurde, wird er von vielen Menschen um Geld gebeten. „Sie denken, ich sei eine Art Zillionär. Das bin ich aber nicht.“ Mit den Schnitzeljagden will er Menschen dazu bringen, draußen etwas mit Freunden oder der Familie zu unternehmen, statt nur in der Wohnung zu hocken oder an ihren Smartphones zu kleben.

Vor sechs Jahren hatte er bereits Tomaten versteckt, die Finder gegen Geld eintauschen konnten. Nun überlegt er, Überlebenswettkämpfe zu organisieren, bei denen an einem Wochenende zwei bis drei Teams gegeneinander antreten. Viele seiner Follower finden das großartig.