Klaus Schmidt

Berliner Archäologe stirbt beim Baden in der Ostsee

Mit den Ausgrabungen am Göbekli Tepe in der Türkei hatte Klaus Schmidt für Aufsehen gesorgt. Die Anlage gilt als ältester Tempel der Menschheitsgeschichte. Nun zogen in Badende leblos aus der Ostsee.

Foto: Tilo Wallrodt / dpa

Der Archäologe Klaus Schmidt ist beim Baden auf der Ostseeinsel Usedom ums Leben gekommen. „Sein Tod kam völlig unerwartet und hinterlässt in jeder Hinsicht eine große Lücke“, teilte das Deutsche Archäologische Institut (DAI) in Berlin mit.

Schmidt leitete zahlreiche Forschungsprojekte, darunter am Fundplatz Göbekli Tepe in der Südosttürkei. „Er war der erste, der dort Ausgrabungen veranlasst hat“, sagte sein DAI-Kollege Lee Clare am Dienstag. Die etwa 11.500 Jahre alte Anlage mit ihren monumentalen Steinkreise und Bilderpfeilern gilt demnach als ältester Tempel der Menschheitsgeschichte. Schmidt, der an der Universität Erlangen-Nürnberg außerplanmäßiger Professor war, wurde 60 Jahre alt.

Badende hatten ihn am Sonntag leblos vor Ückeritz aus dem Wasser gezogen. Nach Polizeiangaben starb er an gesundheitlichen Problemen, nicht durch Ertrinken. Auch die türkische Presse würdigte den Archäologen.