Elektromobilität

Der größte Elektro-Lkw der Welt fährt durch Berlin

Er ist zehn Tonnen schwer, kann bis zu 40 Kilometer pro Stunde fahren und bis zu zwölf Stunden durchhalten: Seit Donnerstag transportiert der größte Elektro-Lkw der Welt Container für DHL in Berlin.

Foto: Fülling / Thomas Fülling

Der größte elektrisch angetriebene Lkw der Welt mit Straßenzulassung hat am Donnerstag in Berlin seine Arbeit aufgenommen. Die knapp zehn Tonnen schwere Zugmaschine wird von der landeseigenen Berliner Hafen- und Lagergesellschaft (Behala) im Westhafen eingesetzt. Von dort aus transportiert der Lkw vom Hersteller Terberg Container für die Post-Tochter DHL zu Zielen in ganz Berlin.

Der Einsatz ist Teil eines von insgesamt 30 Projektes im sogenannten „Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg“, das von der Bundesregierung mit insgesamt 180 Millionen Euro gefördert wird. Bei dem von der Fachhochschule Wildau (Dahme-Spreewald) wissenschaftlich begleiteten Testlauf soll die Praxistauglichkeit des Lastkraftwagen untersucht werden.

Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Elektro-Fahrzeuge auch im Bereich des Nutzverkehrs stärker als bisher zum Einsatz kommen. „In diesem Bereich gibt es erhebliche Potentiale für die Verringerung von Schadstoffen und Lärmemmissionen“, sagte Professor Herbert Sonntag von der TH Wildau. Der Terberg YT202-EV ist 9,7 Tonnen schwer und kann bis zu 44 Tonnen schwere Sattelauflieger ziehen. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 40 Kilometer pro Stunde, mit einer Batterieladung kann er bis zu zwölf Stunden unterwegs sein.