„Mittendrin Berlin“

Das sind die acht besten Ideen für Berlins Geschäftsstraßen

Im Wettbewerb „Mittendrin Berlin“ 2014/2015 wurden 18 Projektideen eingereicht für Aktionen in Stadtteilzentren und Geschäftsstraßen. Acht von ihnen haben es jetzt in die zweite Runde geschafft.

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„Mittendrin Berlin“ heißt die Initiative, mit der seit 2008 Konzepte für Projekte und Aktionen in Stadtteilzentren und Geschäftsstraßen ausgezeichnet und gefördert werden. Im aktuellen Wettbewerb 2014/2015 hatten 18 Kooperationen und Netzwerke Projektideen eingereicht.

Unter dem Motto „Standort Zukunft“ waren sie aufgefordert, sich über die Anforderungen ihrer Geschäftsstraßen in zwanzig Jahren Gedanken zu machen. Gefragt war zum Beispiel, wie die Kieze auf den demografischen Wandel reagieren oder die Möglichkeiten von Smartphone-Technologien für sich nutzen können.

Nun ist die erste Entscheidung im Wettbewerb gefallen, eine Jury hat acht Beiträge in die engere Auswahl genommen und für die zweite Runde nominiert.

Weißenseer Spitze (Pankow)

Die Projektidee für das Viertel um Pistorius- und Gustav-Adolf-Straße sieht einen interaktiven Kiezfilm und einen mobilen Minipark mit Sitzgelegenheiten und Pflanzen vor.

Alexanderplatz (Mitte)

Händler und Institutionen planen, sich an einem Wochenende als „vielfältige Einheit“ zu präsentieren und ein Leitsystem für den riesigen Platz zu installieren.

Bergmannstraße und Chamissoplatz (Kreuzberg)

Es soll eine lokale Partnerschaft mit Hilfe digitaler Technologien etabliert werden. Ziel ist auch hier ein Leitsystem durch den Kiez, das das Einzelhandels- und Gastronomieangebot aufzeigt.

Karlshorst (Lichtenberg)

Im Zentrum soll eine neue Web-Applikation Informationen zu lokalen Händlern, Dienstleistern, kulturellen Angeboten und zum Verkehrsgeschehen liefern.

Bahnhofstraße (Köpenick)

Dort sollen die vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten mit sozialen Angeboten und neuen Mobilitätskonzepten in Verbindung gesetzt werden.

Lausitzer Platz (Kreuzberg)

Die Angebote der Gewerbetreibenden und Gastronomen rund um den Platz sollen künftig spielerisch mit einer „Rallye-App“ jederzeit abrufbar sein.

Bahnhofstraße (Lichtenrade)

In der Bahnhofstraße sollen Mobilitäts-, Einkaufs- und Aufenthaltsbarrieren nach und nach abgebaut werden.

Uhlandstraße (Charlottenburg)

Die Straße soll zu einer barrierefreien Einkaufsstraße entwickelt werden. Mit einer App sollen zudem insbesondere Behinderte Informationen über Geschäfte und Restaurants abrufen können.

Prämierte Projekte sollen im Sommer 2015 starten

In den kommenden Monaten haben die acht nominierten Standortinitiativen Gelegenheit, ihre Ideenskizzen zu konkretisieren und ihre lokalen Netzwerke auszubauen. Im November wird die Jury die endgültige Entscheidung fällen. Maximal drei Projekte teilen sich dann das Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro.

Die prämierten Projekte sollen im Sommer 2015 umgesetzt werden. Der Wettbewerb „Mittendrin Berlin“ wird von den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wirtschaft gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer, dem Handelsverband Berlin-Brandenburg sowie privaten Partnern ausgelobt.