Frankfurt (Oder)

100 Minuten Stillstand nach Bombenverdacht am Bahnhof

Für manch Reisenden begann das Wochenende mit einem Ärgernis: Der Bahnhof in Frankfurt (Oder) wurde am Freitagabend komplett gesperrt. Nach etwa eineinhalb Stunden gab es Entwarnung.

Reisende saßen fest, Züge konnten die Grenzstadt nicht anfahren, auch der Busverkehr war betroffen. Im Gleisbett sei eine Bombe gefunden worden, hieß es – und ab 16.20 Uhr bewegte sich kein Rad mehr.

Gegen 18 Uhr kam dann Entwarnung. Es habe sich nur um Reste einer Bombe gehandelt, sagte eine Bahnsprecherin. Kampfmittelexperten hatten den Fundort untersucht.

Während der Sperrung stand der Sprecherin zufolge etwa der Euro-City nach Gdynia (Polen) in Fürstenwalde fest. Die Regionalzüge zwischen Berlin und Frankfurt fuhren die Oderstadt nicht an.

Auch die Strecke Eisenhüttenstadt-Magdeburg, die über Frankfurt führt, war betroffen.

Kein Ersatzverkehr durch die Deutsche Bahn

Einen Ersatzverkehr konnte die Bahn nicht organisieren, da die Busse dafür auf dem Bahnhofsvorplatz abfahren und dieser gesperrt war. Die Bundespolizei hatte das Gelände weiträumig abgesperrt. Am Abend begann in der Oderstadt das Hansestadtfest, zu dem auch Festbesucher per Bahn anreisen wollten.

Auch nach der Entwarnung mussten sich Reisende noch in Geduld üben: Es dauere noch einige Zeit, bis die Bahnen wieder fahrplanmäßig fahren, erklärte die Bahnsprecherin.