Wetter

Neues Unwetter - Berlin kommt glimpflich davon

Kurz und heftig: Schwere Gewitter sind über Berlin gezogen. Doch diesmal musste die Feuerwehr keinen Ausnahmezustand ausrufen. Die Meteorologen stuften ihre Warnung wieder herab.

Foto: Soeren Stache / dpa

Den zweiten Tag in Folge ist ein Unwetter über Berlin gezogen. Gegen 16.15 Uhr erreichten am Mittwochnachmittag Gewitter mit heftigen Regenfällen die Berliner Innenstadt. Die Berliner Feuerwehr musste nach eigenen Angaben in der Zeit von 16 bis 19 Uhr zu 50 wetterbedingten Einsätzen in der ganzen Stadt ausrücken - in den meisten Fällen wegen Wasserschäden wie vollgelaufener Keller, aber auch umgestürzter Bäume. So wurde in Wedding ein Mann durch herabstürzende Äste verletzt, als ein Blitz in einen Baum einschlug.

Die Feuerwehr hatte einen Ausnahmezustand vorbereitet, musste diesen aber nicht ausrufen. Berlin war insgesamt glimpflich davongekommen. „Das Unwetter war kurz und heftig, die Lage aber für Feuerwehr schnell zu bewältigen“, sagte Feuerwehrsprecher Rolf Erbe.

Der Deutsche Wetterdienst DWD und die Berliner Feuerwehr hatten vor heftigen Gewittern, Starkregen und Sturmböen mit Geschwindigkeiten um die 90 Stundenkilometer gewarnt. Eine amtliche Warnung galt zunächst bis 18.30 Uhr, wurde aber bereits eine Stunde früher wieder aufgehoben. Die Meteorologen des DWD erwarteten aber am Abend, dass es weiter ungemütlich sein kann. Bis Mitternacht sollte es noch zu Gewittern kommen.

Grund für die Wetterlage ist Tief „Michaela“, das seinen Schwerpunkt langsam nach Norddeutschland verlagert. Der Nordosten Deutschlands liegt im Bereich von sehr warmer und feuchter Luft, der Rest Deutschlands im Bereich von kühlerer, aber ebenfalls feuchter Luft.

„Michaela“ hatte bereist in der Nacht viele Jubelfeiern deutscher Fußballfans nach dem furiosen Halbfinale ins Wasser fallen lassen. Mancherorts regnete es innerhalb von 24 Stunden mehr als sonst im ganzen Monat. Nur an den Küsten schien die Sonne, und an dieser Wetterverteilung wird sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern. Zum Endspiel am Sonntag machen die Meteorologen keine Hoffnung auf flächendeckendes Schönwetter.