Brandenburg

Baby getötet und in Tüte gesteckt - Belohnung ausgesetzt

Im Fall des toten Säuglings, der beim Mähen einer Wiese in Gartz entdeckt worden war, kommen die Ermittler nicht weiter. Für Hinweise aus der Bevölkerung wurde nun eine Belohnung ausgesetzt.

Für Hinweise im Fall des getöteten Säuglings in der Uckermark hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin jetzt eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt. Seit dem Fund vor mehr als drei Wochen habe es keine neuen Erkenntnisse gegeben, sagte Sprecherin Lolita Lodenkämper am Freitag.

Die Leiche des Mädchens war bei Mäharbeiten in einer Tüte auf einer Wiese im Gartzer Ortsteil Friedrichsthal entdeckt worden. Untersuchungen hatten ergeben, dass es gesund zur Welt gekommen ist und nicht auf natürliche Weise gestorben ist. Die Identität des Kindes ist weiterhin unbekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Totschlags.

Das Neugeborene hatte bereits mehrere Tage tot auf der öffentlich zugänglichen Wiese gelegen. Die weiteren Umstände des Falls sind noch gänzlich ungeklärt: Woher das Mädchen stammt, wie es starb und wer dafür verantwortlich sein könnte.

Erst Ende April war eine junge Mutter vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen Totschlags in minderschwerem Fall zu knapp vier Jahren Haft verurteilt worden. Laut Urteil hatte die Frau in Golzow (Märkisch-Oderland) ein Kind allein zur Welt gebracht und mit einem Messer erstochen.