Berlin-Tipps

Das sind die Berliner Höhepunkte am Wochenende

Party, Konzert, Theater: An diesem Wochenende ist in Berlin wieder einiges los. Wir haben für Sie eine Auswahl der besten Veranstaltungen vorbereitet.

Foto: Soeren Stache / dpa

SONNABEND, 14. JUNI 2014

Premiere: Claus Peymann inszeniert Kafkas „Prozess“

Obwohl Franz Kafkas „Prozess“ nur ein Romanfragment blieb, ist es eines der einflussreichsten Werke der Literaturgeschichte geworden. Gerade in der heutigen Zeit kommt einem diese Farce über Ausspähung und Verunsicherung wieder merkwürdig aktuell und kaum noch wie eine surreale Fiktion vor. Intendant Claus Peymann hat Geschichte inszeniert. Premiere.

Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte, Tel. 28 40 81 55, 20 Uhr, mit Glück Restkarten an der Abendkasse

Festival: „Lohengrin“ in der Werkstatt der Staatsoper

Der „Lohengrin“ von Salvatore Sciarrino ist typisch für das Werk des zeitgenössischen Komponisten. Für seinen „Lohengrin“ strich er eine Menge Text und gestaltete ihn drastisch um. Eine Premiere im Rahmen des Festivals „Infektion!“ mit Schauspielerin Ursina Lardi (Foto) als Elsa.

Staatsoper im Schiller Theater, Bismarckstr. 110, Charlottenburg, Tel. 20 35 45 55, 20 Uhr, ausverkauft

Thriller: „Der Seelenbrecher“ im Kriminal Theater

„Ob Gift oder Schlinge, Pistole oder Messer, ein Mord gehört immer dazu“ lautet das Motto im Berliner Kriminal Theater. Mit „Der Seelenbrecher“ kommt nun wieder die Bühnenfassung des Thrillers von Sebastian Fitzek auf die Bühne. Ein finsteres Stück: Drei Frauen verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den „Seelenbrecher“ nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik in Wannsee wieder aktiv. Man hat den Täter unerkannt eingeliefert, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Das Grauen nimmt seinen Lauf. Regie führt Hausherr Wolfgang Rumpf.

Berliner Kriminal Theater, Palisadenstraße 48, Friedrichshain, Tel. 47 99 74 88, 20 Uhr, Karten kosten 19–36 Euro

Fest Ausstellungen und Konzerte am Kulturforum

Erstmals schließen sich die Einrichtungen des Kulturforums zusammen und veranstalten ein zweitägiges Fest auf den Freiflächen vor, aber auch in ihren Häusern. Es gibt ein umfangreiches Programm mit Führungen, Kunstausstellungen und Konzerten. Heute Abend spielt Klaus Doldingers Passport. Am Sonntag dirigiert Simon Rattle auf dem Platz am Kulturforum Carl Orffs „Carmina Burana“.

Kulturforum, Tiergarten, alle Informationen unter www.fest-am-kulturforum.de, Tel. 266 42 42 42, Tageskarte 16 Euro, inklusive Abendkonzert 24 Euro

Irish-Folk: Die InCiders treten im Ratskeller Köpenick auf

Irische Folk-Klassiker und eigene Songs präsentiert die Berliner Gruppe InCiders um Sängerin McKinley Black in Köpenick.

Ratskeller Köpenick, Alt Köpenick 21, Köpenick, Tel. 655 51 78, 20 Uhr, Karten kosten 9,80 Euro

SONNTAG, 15. JUNI 2014

Event: „Ein Tag für David Bowie“ im Haus der Festspiele

Begleitend zur David Bowie-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau wird „Ein Tag für David Bowie“ gefeiert. Das Programm beginnt mit Spaziergängen am Potsdamer Platz, es gibt Lesungen und Filme und eine Modenschau. Abends spielen zehn Berliner Bands Stücke Bowies nach. Zuvor zeigt die Crew von „Ein Hit ist ein Hit“ aus dem Kaffee Burger eine Bowie-Show.

Berliner Festspiele, Schaperstr. 24, Wilmersdorf, Tel. 25 48 91 00, 12 Uhr, 15 Euro

Premiere: „Die Soldaten“ an an der Komischen Oper

Der Komponist Bernd Alois Zimmermann ist eine Ikone der zeitgenössischen Musik. Und „Die Soldaten“ ist seine einzige Oper, die wegen ihrer hohen spieltechnischen Anforderungen lange Zeit als unspielbar galt. Der spanische Regisseur Calixto Bieito hat das opulente Werk nun für die Komische Oper neu inszeniert. Heute ist Premiere. Die musikalische Leitung hat Gabriel Feltz. Zum Ensemble zählen Jens Larsen und Susanne Elmark.

Komische Oper, Behren-straße 55–57, Mitte, 19 Uhr, Tel. 47 99 74 00, evtl. Restkarten an der Abendkasse

Pop: Sängerin Sezen Aksu mit Volksmusikgruppe im Tempodrom

Sezen Aksu, „die Stimme Istanbuls“, ist eine der bekanntesten türkischen Pop-Diven. Ihre Fans schätzen die tief melancholische Stimme, mit der sie Gefühle transportiert, die man versteht, auch ohne des Türkischen mächtig zu sein. In den Texten widmet sie sich sozialkritischen und politischen Themen. Mit einer 20 Musiker starken anatolischen Volksmusikgruppe kommt sie nun nach Berlin.

Tempodrom, Möckernstraße 10, Kreuzberg, Tel. 48 49 01 12, 20 Uhr, Karten kosten 29–59 Euro