Urteil

Mann muss nach Scheren-Attacke auf Polizisten in Psychiatrie

Der Berliner hatte im Herbst 2013 in Mitte bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt mit einer Schere auf Polizisten eingestochen. Er sei im Wahn und verzweifelt gewesen, sagte der Angeklagte vor Gericht.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Nach einer Attacke auf zwei Berliner Polizisten mit einer Schere kommt der Angreifer in die geschlossene Psychiatrie. Der 21-Jährige leide an einer schizophrenen Erkrankung und sei bei dem versuchten Totschlag möglicherweise schuldunfähig gewesen, urteilte das Berliner Landgericht am Freitag. Ohne Behandlung sei er aber eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Der Mann hatte am 26. September 2013 in Berlin-Mitte bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt mit einer Schere auf Polizisten eingestochen. Zwei Beamte wurden dabei verletzt.

Die Mutter des Beschuldigten hatte die Polizei alarmiert. An der Tür der Wohnung am Heinrich-Heine-Platz habe der 21-Jährige „in einem akuten psychotischen Zustand“ sofort in schneller Folge zugestochen, heißt es im Urteil. Dabei wurde ein 41 Jahre alter Polizist lebensgefährlich an der Lunge getroffen. Diesem Opfer soll der Beschuldigte ein Schmerzensgeld von 1500 Euro sowie 560 Euro Schadensersatz zahlen, verfügte das Landgericht.

Der 21-Jährige hatte im Prozess die Attacke gestanden. Er sei im Wahn und verzweifelt gewesen, habe aber nichts gegen Polizisten, erklärte er.