Landgericht

62 Kilogramm Haschisch - Prozess gegen Berliner geplatzt

In einem Prozess um Drogenschmuggel überraschte der Angeklagte am ersten Verhandlungstag. Sollten seine Hinweise auf den Drahtzieher stimmen, könnte der 46-Jährige eine Bewährungsstrafe bekommen.

Der Prozess gegen einen 46-jährigen Mann, der mit 62 Kilogramm Haschisch im Auto ertappt wurde, ist am Freitag im ersten Anlauf geplatzt. Der Angeklagte hatte zuvor überraschend Angaben zum mutmaßlichen Drahtzieher des Schmuggels angekündigt.

Das Berliner Landgericht setzte die Verhandlung aus, um ihm zunächst eine Aussage gegenüber den Ermittlern zu ermöglichen. Sollten seine Angaben „ein Volltreffer sein und zu Ergebnissen führen, die eine Anklage zulassen“, sei eine Bewährungsstrafe für den 46-Jährigen nicht ausgeschlossen, sagte der Vorsitzende Richter.

Der Angeklagte soll im März 2012 als Drogenkurier von Málaga in Spanien nach Berlin unterwegs gewesen sein. In Frankreich sei er an der Grenze kontrolliert und vorläufig festgenommen worden. In der Wohnung des Mannes in Rudow wurden laut Anklage weitere 178 Gramm Haschisch entdeckt.

Der mutmaßliche Drogenkurier ist nicht vorbestraft. Wann es zu einem zweiten Prozessanlauf kommt, ist nach Angaben des Gerichts noch nicht abzusehen.