Polizei und Verkehr

Das geschah in der Nacht zu Donnerstag in Berlin

Berlin schläft nie. Auch nachts passiert in der Hauptstadt ähnlich viel wie am Tag. Hier finden Sie eine Übersicht über die vergangenen Stunden inklusive Verkehrsmeldungen und Wetterbericht.

Brand in Seniorenwohnheim: In Charlottenburg ist die Feuerwehr wegen eines Brandes in einem Seniorenwohnheim an der Mollwitzstraße im Einsatz. Zwei Kellerverschläge sind betroffen, das Heim wurde evakuiert. Die Einsatzkräfte betreuen derzeit etwa 30 Bewohner, die sich retten konnten und sich vor dem Wohnheim aufhalten, so der Lagedienst. Details über etwaige Verletzte und Schäden liegen noch nicht vor. Die Brandursache ist noch unklar.

Fußgängerin von Tram erfasst: Eine 60-jährige Frau wurde am Mittwochabend in Blankenfelde von einer Tram erfasst. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen, die in einem Krankenhaus stationär behandelt werden müssen. Bisherigen Ermittlungen zufolge verließ die 60-Jährige gegen 18.20 Uhr an der Haltestelle Berliner Straße die Tram der Linie 50, um anschließend bei „Rot“ das Gleisbett der Straßenbahn zu überqueren. Hierbei wurde sie von der anfahrenden Tram erfasst und zu Boden geschleudert. Der Tram-Fahrer blieb unverletzt.

Festnahme: Ein 18-Jähriger konnte am Mittwochabend nach einem Raub in Neukölln gefasst werden. Der junge Mann hatte zunächst mit einem unbekannten Komplizen in einem Spielkasino an der Harzer Straße gegen 18.40 Uhr an Automaten gezockt, bevor die beiden begannen, mehrere Automaten aufzuheben und das Geld einzustecken. Eine 22-jährige Mitarbeiterin bemerkte die Tat und konnte einen der Täter festhalten, der sich jedoch rabiat wehrte, die Frau leicht verletzte und anschließend entkam. Bei der Flucht bedrohte einer der Männer hinzugekommene Passanten mit einem Brecheisen. Wegen der lauten Hilferufe der Mitarbeiterin konnte ein 18-Jähriger jedoch noch in Tatortnähe festgenommen werden. Bei ihm wurde Diebesgut gefunden. Sein Komplize entkam unerkannt. Der Festgenommene wird von der Kripo der Direktion 5 vernommen.

Verletzte nach versuchtem Raub: In Gesundbrunnen ist in der Nacht zu Donnerstag eine 19-Jährige Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden. Die Frau war nach Polizeiangaben gegen 23.30 Uhr in einer Grünanlage in der Grüntaler Straße unterwegs, als sie plötzlich von drei Unbekannten umringt wurde. Ein Täter schlug die 19-Jährige mit einem unbekannten Gegenstand mehrfach heftig gegen den Kopf, so dass sie der Aufforderung, ihr Handy herauszugeben, gar nicht mehr nachkommen konnte. Die Verletzte schleppte sich bis zu einer Tankstelle, wo sie um Hilfe bitten konnte, um danach kurzzeitig das Bewusstsein zu verlieren. Ein Rettungswagen der Feuerwehr lieferte das Raubopfer zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus ein, wo sie sich außer Lebensgefahr befindet.

19-Jährige überfallen: Ein unbekannter Mann hat in der Nacht zum Himmelfahrtstag in Charlottenburg eine Frau attackiert und verletzt. Eine 19-Jährige war gegen 2.00 Uhr in der Otto-Suhr-Allee von einem unbekannten Mann angegriffen worden. Der Täter verlangte das Mobiltelefon der Frau und rammte nach Polizeiangaben sein Knie mehrfach in die Magengegend der jungen Frau, die dadurch leicht verletzt wurde. Dank eines Zeugen, der sich offenbar lautstark bemerkbar machte, ließ der Täter von seinem Opfer ab und flüchtete ohne Beute. Das Raubopfer wurde Sanitätern eines alarmierten Rettungswagens ambulant behandelt, vom Täter fehlt bislang jede Spur.

Feuerwehreinsatz: Wegen eines übervollen Regenrückhaltebeckens ist die Feuerwehr seit 5.30 in Reinickendorf im Einsatz. Unmittelbar neben der Autobahn 111 im Bereich der Ausfahrt Schulzendorfer Straße pumpen zwölf Einsatzkräfte mit einer Hochleistungspumpe 5000 Liter Wasser pro Minute aus einem Rückhaltebecken ab. Der Druck auf die angrenzenden Spundwände an der Autobahn soll so vermindert werden. Laut Polizei wurde eine Spundwand durch überlaufendes Wasser beschädigt. Weil außerdem stadteinwärts die Standspur und der rechten Fahrspur überflutet wurden, sind diese zwischen Schulzendorfer Straße und Beyschlagtunnel seit etwa 5.40 Uhr gesperrt. Die Feuerwehr sieht keine akute Gefahr und bezeichnet den Pumpeinsatz als "reine Vorsichtsmaßnahme", heißt es beim Lagedienst. Das abgepumpte Wasser solle in die Kanalisation einer nahen Wohnsiedlung geleitet werden. Die Teilsperrung der A111 werde voraussichtlich bis 11 Uhr andauern, so die Polizei.

Verkehrsmeldungen

Besonders die Strecken in Richtung Nord- und Ostsee (A11, A 19/24) sind durch den Reiseverkehr stark belastet. Auf der A19 von und nach Rostock kann es zu zusätzlichen Behinderungen durch Brückenbauarbeiten zwischen Wittstock und Röbel kommen.

Bauarbeiten behindern auch den Verkehr am Autobahndreieck Havelland und auf der A24 sowie auf dem nördlichen Berliner Ring (A10) zwischen dem Autobahndreieck Havelland und dem Kreuz Barnim. Autofahrer sollten hier rund 20 Minuten mehr Fahrzeit einzurechnen.

Vermutlich Staus um Berlin ab Sonntag 17 UhrAuch auf den Strecken in Richtung Süden (A9, A13) kann es mit Beginn der Reisewelle eng werden. Da viele Kurzurlauber die Rückreise am Sonntag antreten, muss ab zirka 17 Uhr auf allen Einfallstraßen in Richtung Berlin mit Staus und Stop-and-Go-Verkehr gerechnet werden. Daher ist es ratsam, nach Möglichkeit erst am späten Abend zurückzufahren.

Wetter

Es bleibt wolkig. Das Regenrisiko liegt bei 30 Prozent. Die Sonne zeigt sich nur selten bei Temperaturen von 10 bis 14 Grad.