Starker Regen

Wenig Schäden in Berlin - Hochwassergefahr steigt im Süden

Zu 16 Einsätzen musste die Berliner Feuerwehr wegen des starken Regens am Dienstag ausrücken. Die Schäden hielten sich in Grenzen. Noch bleibt das Hochwasser im Süden Brandenburgs aus.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Der am Dienstagnachmittag einsetzende starke Regen hat in Berlin zwar erhebliche Wassermassen gebracht. Aber die Schäden hielten sich im Vergleich beispielsweise zu Sachsen in Grenzen, wie die Berliner Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Es gab 16 Einsätze. Auch in Brandenburg wurden laut Polizei kaum Schäden registriert.

Eine am Dienstag ausgegebene Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam war am Dienstagabend um 21 Uhr aufgehoben worden. Der DWD rechnet damit, dass die Regenschauer in Berlin allmählich schwächer werden, es könnte aber wieder zu Gewittern kommen.

Befürchtete Hochwassergefahr im Süden Brandenburgs bleibt aus

Im Spreewald rückte die Feuerwehr rund 40 Mal aus. In der Region um Lübbenau überflutete der Regen am Dienstagabend viele Straßen, und zahlreiche Keller liefen voll, wie die Feuerwehr am Mittwoch mitteilte.

In ganz Südbrandenburg gab es demnach zwischen 18 und 2 Uhr wegen des Unwetters rund 60 und damit erheblich mehr Einsätze als an einem durchschnittlichen Tag. In Pretschen schlug der Blitz in eine Trafostation ein, und in Hohenbrück (beide Dahme-Spreewald) brannten zwei Boote. Zusätzliche Feuerwehrleute seien gerufen worden. Noch am Mittwoch waren den Angaben zufolge Einsatzkräfte damit beschäftigt, Keller in Lübbenau auszupumpen.

Das befürchtete Hochwasser im Süden Brandenburgs ist zunächst ausgeblieben. Das Hochwassermeldezentrum in Cottbus rief bis zum Mittwochmittag keine Alarmstufe 1 aus, die Warnung blieb aber bestehen. In den Flussgebieten von Schwarzer Elster und Spree stiegen die Pegelstände weiter, aber es sei noch alles im grünen Bereich, hieß es.

Welche Flussstellen besonders betroffen waren, blieb zunächst unklar. Die erste von vier Alarmstufen wird ausgerufen, wenn Wasser beginnt, über die Ufer zu treten und ein weiterer Anstieg des Hochwassers erwartet wird.