Luftfahrtmesse

Zahl der ILA-Besucher etwas niedriger als vor zwei Jahren

227.000 Menschen besuchten in den vergangen Tagen die Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld. Das sind zwar 3000 weniger als 2012, die Veranstalter waren aber trotzdem zufrieden – auch dank der Fachbesucher.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Rund 227.000 Menschen wollten in diesem Jahr die modernsten Verkehrsflugzeuge, die deutschen Radarsatelliten oder das voll elektrische Flugzeug E-Fan mit seinen batteriebetriebenen Propellern sehen. Damit liegt die Besucherzahl bei der Luftfahrtmesse ILA nur knapp unter der Zahl von 230.000 Besuchern 2012. Auch die Zahl der Fachbesucher sei mit 120.000 stabil geblieben, sagte Cornelia von Ammon, Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). Der BDLI und die Messe Berlin richten die ILA gemeinsam alle zwei Jahre aus.

1203 Aussteller aus 40 Ländern waren bei der Luft- und Raumfahrtausstellung auf dem ILA-Gelände in Schönefeld dabei. Mehr als 87 Prozent äußerten sich in einer Umfrage anschließend zufrieden über den Verlauf, teilte die Messe Berlin mit. Etwa zwei Drittel werteten das geschäftliche Ergebnis der Messebeteiligung positiv, 70 Prozent rechneten mit einem sehr guten bis zufriedenstellenden Nachmessegeschäft. Noch zufriedener waren die Fachbesucher: 95 Prozent gaben in der Umfrage ein „positives Gesamturteil“ ab, sagte Messe-Sprecher Wolfgang Rogall. Die meisten Fachbesucher kamen aus europäischen Ländern, außerdem aus Nordamerika sowie aus Süd-, Ost- und Zentralasien.

Publikumsrenner waren Airbus A350XWB und Boeing 747-8

Wer nicht vom Fach ist, konnte sich die Neuheiten der Luft- und Raumfahrtindustrie an einem der drei Publikumstage von Freitag bis Sonntag ansehen. Publikumsrenner seien die „modernsten Verkehrsflugzeuge der Welt“ gewesen, sagte Cornelia von Ammon: Airbus A350XWB und Boeing 747-8 waren allerdings nur an den Fachbesuchertagen zu sehen. An allen Tagen war das größte Verkehrsflugzeug, der Airbus A380, zu besichtigen.

Viele Besucher wollten einen Blick in die 14 luxuriösen Privatsuiten der Ersten Klasse werfen. Mit dem erstmals in Deutschland präsentierten E-Fan sei außerdem ein „Musterbeispiel für öko-effizientes Fliegen“ dabei gewesen, sagte die BDLI-Sprecherin. Das zweisitzige „experimentelle Demonstrationsflugzeug“ von Airbus hatte erst Mitte März seinen ersten Probeflug absolviert. Auch der 1500 Quadratmeter große „Space Pavilion“ sei gut angekommen, so von Ammon. Dort war unter anderem ein maßstabgetreues Modell des größten in Europa gebauten Telekommunikationssatelliten Alphasat und ein Modell der Raumkapsel „Orion-MPVC“ zu besichtigen.