Drogen

Berliner Polizei findet mehr als 28 Kilogramm Heroin

Ermittler haben insgesamt 28,5 Kilogramm Heroin in Berlin sichergestellt. Das Rauschgift stammte aus der Türkei. Es ist der größte Fund der vergangenen fünf Jahre.

Foto: Polizei

Es ist der größte Heroin-Fund in Berlin seit fünf Jahren: Insgesamt 28,5 Kilogramm der gefährlichen Droge haben Ermittler der Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch sichergestellt. Vorangegangen waren langwierige Ermittlungen gegen eine professionell agierende Rauschgift-Bande, die sich aus mindestens sechs zwischen 22 und 33 Jahre alten Mitgliedern zusammensetzt. Die mutmaßlichen Kriminellen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Wie die Polizei der Bande auf die Schliche kam, wollte ein Sprecher am Freitag mit Verweis auf die andauernden Ermittlungen nicht im Detail bekannt geben. Fest steht, dass die Beamten zwei Tatverdächtigen bereits vor rund einer an den Versen klebten. Sie beobachteten, wie sich die beiden Männer mit einem eigens für den Drogenschmuggel angeschafften Wagen in die Türkei aufmachten. Als sie am Mittwoch zurück nach Berlin kamen, hatten sie in ihrem Gepäck 14,4 Kilogramm Heroin versteckt. Das Rauschgift war mehrfach in Plastikfolie eingewickelt. Am Abend, gegen 18.30 Uhr, nahmen Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamts die beiden Tatverdächtigen in Weißensee fest. Sie sollen keinen Widerstand geleistet haben.

Weitere 14 Kilogramm in Wohnung entdeckt

Die weiteren Bandenmitglieder, unter ihnen auch die beiden mutmaßlichen Drahtzieher, wurden zeitgleich in Mitte und Tegel verhaftet. Im Anschluss durchsuchten Polizeibeamte sämtliche Meldeanschriften der Tatverdächtigen sowie eine zuvor als Bunker identifizierte Wohnung. Dabei wurden weitere 14,1 Kilogramm Heroin sichergestellt. Außerdem entdeckten die Einsatzkräfte zwei scharfe Schusswaffen, Bargeld in "erheblicher Höhe" sowie anderes Beweismaterial.

Am Donnerstag wurden alle sechs Beschuldigten einem Haftrichter vorgeführt, der sie in U-Haft schickte. Fünf sollen Deutsche sein, der sechste besitzt laut Polizei die türkische Staatsbürgschaft. Die Ermittlungen dauern an.