Tarifstreit

Arbeitgeber bieten BVG-Mitarbeitern drei Prozent mehr Lohn

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Am 1. Juli läuft der Tarifvertrag für die 12.500 Beschäftigten bei den Berliner Verkehrsbetrieben aus. Bei den Verhandlungen über einen neuen Vertrag legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot vor.

In den Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist Bewegung gekommen. Die Arbeitgeber haben in der Verhandlungsrunde am Dienstag ein erstes Angebot vorgelegt. Dieses wurde allerdings von der Gewerkschaft Ver.di umgehend als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV), der die Tarifverhandlungen für die BVG-Spitze führt, hat für 2013 eine Einmalzahlung von 900 Euro für jeden der insgesamt rund 12.500 Beschäftigten bei der BVG und deren Tochterunternehmen Berlin Transport angeboten. Zudem sollen Löhne und Gehälter 2014 und 2015 um jeweils 1,5 Prozent steigen.

Der KAV strebt für den neuen Tarifvertrag eine Gesamtlaufzeit von 30 Monaten bis zum Jahresende 2015 an. Damit würde sowohl für die BVG, als auch für die Beschäftigten mehr Planungssicherheit bestehen.

Gewerkschaft Ver.di will 6,5 Prozent

Die Gewerkschaft Ver.di bezeichnete das KAV-Angebot als nicht verhandlungsfähig und forderte die Arbeitgeberseite auf nachzubessern. Ver.di fordert für alle Mitarbeiter von BVG und BT eine Einkommenssteigerung von 6,5 Prozent – bei einer angestrebten Vertragslaufzeit von höchstens zwölf Monaten. Der KAV bezeichnete seinerseits die Gewerkschaftsforderung als „unfinanzierbar“.

„Ver.di verkennt die wirtschaftliche Situation des BVG-Konzerns“, sagte KAV-Chefin Claudia Pfeiffer zur Gewerkschaftsforderung. Das Angebot der Arbeitgeber wäre zwar nicht das letzte Wort, sei aber eine Orientierung an dem Rahmen, der für die BVG finanziell machbar ist, sagte sie weiter. Nach KAV-Angaben werden die Tarifverhandlungen, die parallel auch mit DBB Beamtenbund und Tarifunion geführt werden, im Mai und Juni fortgesetzt.

Die Löhne und Gehälter der BVG-Beschäftigten waren zuletzt 2012 um durchschnittlich 2,6 Prozent gestiegen. Zuvor hatte es einen 15-stündigen Warnstreik gegeben, der im Februar weite Teile des öffentlichen Nahverkehrs lahmlegte. Erneute Arbeitskampfaktionen werden von den Ver.di-Vertretern nicht ausgeschlossen, konkrete Ankündigungen gibt es bislang aber nicht.

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