Großdemo

Demonstranten planen am 1. Mai Zug ins Regierungsviertel

Die Hauptinitiatoren des Aufzuges wollen am Abend des 1. Mai „mit allen Mitteln“ zum Brandenburger Tor marschieren. Die Berliner Polizei stellt sich auf gewalttätige Zwischenfälle ein.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Die alljährliche Großdemonstration am Abend des 1. Mai soll in diesem Jahr mitten ins Berliner Regierungsviertel führen. Das hat die Hauptinitiatorin des Aufzuges, die „Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin“ (Arab), angekündigt. Geplant ist eine Route, die von Kreuzberg über Neukölln zum Pariser Platz am Brandenburger Tor führt.

In der kommenden Woche solle der Aufzug angemeldet werden, kündigte ein Arab-Sprecher an. „Wir wollen ins politische Zentrum, ins Herz der Bestie“, sagte der Sprecher. Er sprach zudem von einem „Plan B“, sollte die gewünschte Route von der Polizei untersagt werden.

Ungeachtet eines seit Jahren zunehmend friedlicher gewordenen 1. Mai kommt es während und nach der „Revolutionären 1.-Mai-Demonstration“ regelmäßig zu Ausschreitungen durch autonome Gruppen. Auch in diesem Jahr stellt sich die Polizei wieder auf gewalttätige Zwischenfälle ein. Besondere Brisanz hat dabei die Tatsache, dass am selben Tag auch die NPD marschieren will.