Franchising

13 Berliner Burger-King-Filialen sind insolvent

Fast 400 Mitarbeiter des größten Berliner Betreibers der Schnellimbiss-Kette sind betroffen. Der Insolvenzverwalter sucht einen neuen Käufer.

Foto: Dima Gavrysh / dapd

Die 397 Mitarbeiter von 13 Berliner Burger-King-Filialen fürchten um ihre Arbeitsplätze. Wie jetzt bekannt wurde, meldete der Geschäftsführer der „BK System-Gastronomie Berlin GmbH“ am Freitag vor einer Woche Insolvenz an. Das Unternehmen ist das größte von mehr als einem Dutzend Tochtergesellschaften, die unter dem Dach einer Holding-Gruppe in Berlin Burger-King-Filialen in Eigenregie betreiben und nun zahlungsunfähig sind. Insgesamt gibt es in der Hauptstadt 45 der Schnellimbiss-Restaurants, die eine Lizenz des amerikanischen Fastfood-Konzerns besitzen.

Den Mitarbeitern der 13 insolventen Restaurants droht nun eine ungewisse Zukunft, weil die Gesellschafter ein Darlehen und damit weiteres Geld für die Filialen verweigerten. Jedes Jahr floss ein siebenstelliger Betrag aus der übergeordneten Holding-Gruppe an die Betriebe. Seit Oktober ist Schluss damit. „Leider führte am Schluss kein Weg am Insolvenzantrag vorbei“, sagte der Geschäftsführer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, am Freitag. Mit dem Schritt kam er den absehbaren Forderungen zuvor, die Gläubiger wie Vermieter und Warenlieferanten gestellt hätten.

Dem Vernehmen nach wurde ein Großteil der Gehälter der knapp 400 Mitarbeiter im September nicht ausbezahlt. Zudem brachte der Lebensmittellieferant die Waren nur noch gegen Bargeld in die zahlungsunfähigen Filialen.

„Damit die Mitarbeiter ihre Gehälter in der nächsten Woche bekommen, wird das Geld über die Arbeitsagentur vorfinanziert“, sagte der Jurist Torsten Martini, der als vorläufiger Insolvenzverwalter nun nach neuen Investoren sucht. Das Insolvenzgeld rette die Mitarbeiter über die Monate September, Oktober und November. „Ich hoffe, dass wir bis Mitte November einen geeigneten Käufer für alle Filialen gefunden haben“, sagte der Insolvenzverwalter weiter. Ursache für die Zahlungsunfähigkeit sind laut der Geschäftsführung unter anderem hohe Mietpreise. Bereits in der Vergangenheit schrieben einige Berliner Burger-King-Filialen rote Zahlen.

Im Jahr 2010 übernahm der Geschäftsführer der „BK System-Gastronomie Berlin GmbH“ die Burger-Restaurants, die zuvor Eigentum des US-Konzerns waren. „Schon damals waren die Filialen sanierungsbedürftig. Wir sahen aber viel Potenzial und wollten die Unternehmung wieder auf gesunde Beine stellen“, sagte der Geschäftsführer. Neben seinen Filialen sind zudem drei in Brandenburg und eine in Mecklenburg-Vorpommern zahlungsunfähig. Die US-Fastfood-Kette selbst hatte sich aus dem Geschäft zurückgezogen. 90 Prozent der Burger-King-Restaurants in Deutschland betreiben sogenannte Franchisenehmer.