Mercedes Golf Trophy

Olympiasieger golfen in Berlin für den guten Zweck

Gleich fünf Olympiasieger versammeln sich in Berlin bei der „Mercedes Golf Trophy“ unter dem Motto: Dabei sein ist alles.

Foto: Amin Akhtar

In ihren Disziplinen gehörten sie zur Weltspitze. Sie haben das erreicht, was als Krönung jedes Sportlerlebens gilt: eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Am Montag dagegen überwog auf der Anlage des Golf- und Land-Clubs Berlin Wannsee der Gedanke „Dabei sein ist alles“. Schließlich wagten sich die Olympiasieger Ricco Groß (Biathlon), Olaf Ludwig (Straßenradsport), Christian Schenk (Zehnkampf), Lars Riedel (Diskus) und Klaus Wolfermann (Speerwerfen) vorrangig für den guten Zweck auf das Grün. Auf Einladung von Walter Müller, Direktor von Mercedes-Benz Berlin, unterstützten sie die „Laureus Sport for Good Foundation“, die sich in Deutschland für acht soziale Sportprojekte engagiert. Anlässlich der bevorstehenden Olympischen Spiele in London hatte der Gastgeber auf mehrere erfahrene Olympioniken gesetzt. „Wir lassen etwas von dem Geist des Wettbewerbs aufleben. Außerdem wird Golf ab 2016 offiziell zum Programm der Spiele gehören“, sagte Walter Müller. Besonders freute er sich auf die Begegnung mit Lars Riedel. „Ich war als Jugendlicher in einem Diskus-Leistungskader aktiv.“

Lars Riedel wünscht Nachfolger Harting Erfolg

Weniger um Leistung als vielmehr um eine „schöne Abwechslung“ ging es dem Gold-Olympiasieger selbst. „Golf hat für mich die richtige Mischung aus An- und Entspannung“, erzählte Lars Riedel. Natürlich werde er die olympischen Spiele verfolgen, teilweise vor Ort, mehrheitlich aber wohl vor dem heimischen Fernseher. Seinem Nachfolger Robert Harting wünsche er dabei „allen Erfolg“ und nein, Wehmut verspüre er keine. „Ich bin kein Mensch, der zurückblickt. Es gibt so viel Neues in meinem Leben.“ Seine Wandelbarkeit hat der 44-Jährige zuletzt bei der RTL-Tanzshow „Let's Dance“ unter Beweis gestellt – wo er zwar weniger durch seine Leichtfüßigkeit, dafür aber mit leidenschaftlichem Einsatz zum Publikumsliebling avancierte. Seine größte Herausforderung habe jedoch nichts mit einem sportlichen Wettbewerb zu tun – Lars Riedel ist seit knapp sieben Monaten Vater einer Tochter.