Mann schwer verletzt

Vier Räuber überfallen Wohngemeinschaft in Berlin

Bei einem Raubüberfall in einer Wohngemeinschaft in Berlin-Weißensee ist ein junger Mann lebensgefährlich verletzt worden.

Foto: Steffen Pletl

Ein ebenso brutaler wie ungewöhnlicher Raubüberfall in einer Wohnung in Berlin-Weißensee beschäftigt die Kriminalpolizei der Direktion 1. Vier Unbekannte haben am Freitagabend an der Langhansstraße drei Angehörige einer Wohngemeinschaft überfallen, beraubt und zwei junge Männer mit Messern verletzt. Ein 19-Jähriger wurde durch einen Stich in den Rücken lebensgefährlich verletzt und musste im Krankenhaus mit einer Notoperation gerettet werden. Eine 22 Jahre alte Mitbewohnerin erlitt einen Schock. Die Täter konnten mit der Beute entkommen.

Die Räuber waren offenbar zu allem entschlossen, denn an den zahlreichen Namen an der Wohnungstür hätten sie erkennen müssen, eventuell auf eine Vielzahl von Menschen zu treffen. Möglicherweise hatten sie auf einen Überraschungseffekt spekuliert.

Die laut Polizei unmaskierten Täter hatten gegen 18 Uhr an der Tür der Maisonettewohnung in unmittelbarer Nähe des Antonplatzes geklingelt. Arglos habe der 19-Jährige geöffnet und sah sich vier Unbekannten gegenüber, die mit gezückten Messern den jungen Mann gewaltsam in die Wohnung zurück gedrängt hätten, so eine Polizeisprecherin. Mit vorgehaltenen Messern forderten die als südländisch aussehend beschriebenen Räuber von den 19 und 27 Jahre WG-Bewohnern und der 22 Jahre alte Mitbewohnerin Bargeld, Handys und Wertgegenstände.

Nachdem sie das Verlangte – darunter auch ein Laptop – bereits erhalten hatten, kam es nach ersten Erkenntnissen zu einer gewalttätigen Rangelei zwischen den beiden männlichen Opfern und den Tätern. Dabei versetzte ein zirka 20 Jahre alter Angreifer dem 19-Jährigen einen Messerstich in den Rücken. Der 27-Jährige erlitt Schnittverletzungen am Arm und an der Hand. Nach Informationen von Morgenpost Online soll sich unmittelbar vor der Eskalation einer der Täter in Richtung Küche bewegt haben. Übereinstimmend sagten alle drei Opfer später aus, dass sie die Angreifer nicht gekannt hätten.

Als der lebensgefährlich getroffene 19-Jährige zusammensackte, flüchteten die Täter mit den geraubten Sachen aus der Wohnung. Ein alarmierter Notarzt musste das Opfer stabilisieren, bevor es ins Krankenhaus im Friedrichshain eingeliefert werden konnte.