Nahe Wismar

Berliner Angler stirbt erschöpft am Ostseestrand

Ein Angeltrip hat einem 49-jährigen das Leben gekostet. Nachdem sein Boot kenterte, konnte er sich an den Strand retten, verstarb jedoch.

Ein Angelausflug auf der Ostsee hat für einen Berliner ein tragisches Ende genommen. Bei der Angeltour in der Nähe von Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) kam der 49-Jährige am Mittwoch unter ungeklärten Umständen ums Leben. Die Todesursache wird von der Polizei noch untersucht.

Der 49-Jährige war nach ersten Erkenntnissen bei schlechtem Wetter mit zwei anderen Berlinern mit einem Boot mit Außenbordmotor zum Angeln auf der Bucht Wohlenberger Wiek unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache war das Boot am späten Mittag mehrere Hundert Meter vor der Küste gekentert, teilte die Polizeiinspektion Wismar am Donnerstag mit. Offenbar habe keiner der Männer im Alter von 19, 46 und 49 Jahren eine Rettungsweste getragen, sagte Polizeisprecher Axel Köppen. Die drei Angler versuchten, zum Strand zu schwimmen.

Zuerst habe der 19-Jährige das Ufer erreicht und gegen 13.30 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. Wenig später kamen auch die beiden älteren Männer am Strand an. Doch der 49-Jährige verlor laut Polizei das Bewusstsein und starb wenig später. Die drei Berliner hatten bis zum Unglück gemeinsam Urlaub im Erholungsort Boltenhagen (Kreis Nordwestmecklenburg) gemacht. Die Kriminalpolizei Wismar untersucht nun die Hintergründe, die zu dem Unglück geführt haben. Das havarierte Boot wurde von der Wasserschutzpolizei Wismar geborgen und soll untersucht werden.