Zu wenig Gäste

Aus für Berliner ADAC-Ball nach über 100 Jahren

Einst war es das größte Tanzvergnügen Deutschlands: der Berliner ADAC-Ball. Doch die Besucherzahlen sanken stetig. Nun soll Schluss sein.

Nach 87 Jahren wird der ADAC Berlin-Brandenburg die Veranstaltung wegen sinkender Besucherzahlen nicht mehr organisieren. Das sagte eine Sprecherin des Automobilclubs am Montag. In diesem Januar waren 2538 Gäste zu dem Ball in das Maritimhotel gekommen, darunter Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU), Ex-Boxer Axel Schulz und die DDR-Altrocker Puhdys.

Der Ball hatte in der Vergangenheit lebhaftere Zeiten erlebt. Im Jahr 2002 waren rund 5000 Gäste ins ICC gekommen. Von 1980 bis 2000 wurde das nach Veranstalterangaben größte Tanzvergnügen Deutschlands an zwei Abenden mit insgesamt etwa 8000 Besuchern gefeiert.

Anstelle des Balls, der sich an ein ausgewähltes Publikum richtete, werde der ADAC künftig eine breite Mitgliedsstruktur ansprechen, sagte die Sprecherin. Geplant seien Events, die auch Jugendlichen und jungen Familien gefielen.

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