Warnung

Hundehasser legen wieder Giftköder in Berlin aus

Erneut tauchen vergiftete Köder in Berlin auf. Ein Hund ist bereits gestorben. Und auch Eltern kleiner Kinder müssen vorsichtig sein.

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Hundehasser legen offenbar wieder Gift aus. Seit einer Woche sind in verschiedenen Bezirken erneut gefährliche Köder für Hunde aufgetaucht. Das teilte am Mittwoch der Tierschutzbeauftragte Klaus Lüdcke mit. Der Tierschutzbeauftragte mahnte eindringlich Hundebesitzer und auch Eltern von kleinen Kindern zur Wachsamkeit. Meldungen über Giftköder mit Blausäure, Rattengift oder Glassplitter liegen demnach aus den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf. Fundorte seien Grünanlagen, Straßen und Plätze.

Gift in Trockenfutter, Fleischstücken und Gebäck

In Steglitz-Zehlendorf seien die Giftköder vor allem am Schlachtensee, an der Krummen Lanke und hinter der Kennedy-Schule gefunden worden. In Spandau seien die Köder am Spektefeld aufgetaucht. Ein Hund soll in der vergangenen Woche in Spandau an Blausäure gestorben sein. Versteckt sein könne das Gift in Trockenfutter für Hunde, in Fleischstücken oder Gebäck.

„Tierärzte und Polizeidienststellen in den betroffenen Gebieten haben die Meldungen, die seit einer Woche von Hundehaltern bei mir ankommen, bestätigt“, sagt der Tierschutzbeauftragte. Sollten Hundebesitzer Auffälligkeiten bei ihren Tieren bemerken, ist sofort der nächste Tierarzt aufzusuchen, rät Lüdcke. Zudem sollte umgehend die Polizei verständigt werden, denn das Auslegen von Giftködern ist eine Straftat. Eltern von Kleinkindern, die einen solchen Köder in die Finger bekommen haben, können den Berliner Giftnotruf unter der Telefonnummer 19240 rund um die Uhr erreichen.

Maulkorb in Warngebieten

Der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin, Wolfgang Apel, fordert, die Verstöße von Hundehassern gegen das Tierschutzgesetzt streng zu verfolgen und zu ahnden. „Hier wird Stimmung auf den Schultern der Tiere gemacht“, so Apel.

Zuletzt waren Giftköder kurz vor Ostern, Ende März und Anfang April, vermehrt aufgetreten. Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz riet, dass Hunde in Warngebieten einen Maulkorb tragen sollten. Hundebesitzer in den betroffenen Gebieten warnen sich gegenseitig mit Zetteln in Parks, in Fressnapf-Filialen oder in Internetforen.