Größeres Areal

Mauerpark erstreckt sich bald bis nach Wedding

Um die Erweiterung des Berliner Mauerparks wurde viel gestritten. Jetzt gibt es endlich eine Einigung – die jedoch nicht alle zufriedenstellt.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Lederer, hat die Entscheidung zur Erweiterung des Mauerparks in Berlin-Prenzlauer Berg gelobt. Der Verzicht auf eine Neubebauung dieses Gebietes sei ein „großer Erfolg der hartnäckigen Bürgerbewegung für einen großen Mauerpark“. Dies sei ein großer Fortschritt.

Schon seit Jahren streiten Anwohner, Eigentümer und Politiker über die Zukunft des Erholungsgebiets. Nun hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung entschieden, den Mauerpark von Pankow bis in den Wedding hinein auszudehnen. Das Konzept von Grünen, SPD und CDU sieht vor, dass der Senat die Gewerbefläche südlich des Gleimtunnels erwirbt. Dieses Areal soll dann den Berlinern zum Sonnen, Spielen und Picknicken zur Verfügung stehen. Teile der Fläche werden an die Betreiber des Biergartens „Mauersegler“ und den Veranstalter des Flohmarktes weiterverkauft.

Anders sieht es dagegen nördlich des Gleimtunnels aus. Hier hält die Stadt an ihrem Plan fest, in dem Gebiet den Neubau von Wohnungen zuzulassen. Zwar will sie dieses Bauvorhaben nur auf einer Fläche von 3,8 Hektar und damit auf deutlich weniger als ursprünglich gedacht genehmigen. Anwohner hatten für einen kompletten Verzicht auf eine Bebauung mit Wohnungen gekämpft. Doch der Eigentümer CA Immo wollte die Fläche nur unter der Bedingung an das Land verkaufen, dass er zumindest einen Teil davon erschließen kann. Lederer bezeichnete diesen Beschluss als „bedauerlich und unverständlich“.