Immobilien

Einst landeseigene GSW verdoppelt ihren Gewinn

Die einst größte landeseigene Wohnungsgesellschaft Berlins ist seit einem Jahr an der Börse – mit Erfolg. Nun wird sogar Dividende gezahlt.

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Das Berliner Immobilienunternehmen GSW hat in seinem ersten Börsenjahr 2011 den Gewinn mehr als verdoppelt und zahlt seinen Aktionären eine Dividende. Die im Aktienindex MDax notierte Gesellschaft profitierte von höheren Mieten, dem gestiegenen Wert seines Wohnungsbestandes und einem Firmenverkauf.

Der Konzerngewinn stieg von 49 Millionen Euro (2010) auf 105 Millionen Euro, wie die GSW Immobilien AG am Freitag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich von 102 Millionen im Vorjahr auf 177 Millionen Euro.

Dabei schlug eine höhere Immobilienbewertung mit 56 Millionen Euro zu Buche. 25 Millionen Euro steuerten Sonderposten bei, wobei es sich laut GSW vor allem um den Verkauf des Kabelnetzbetreibers BMH Berlin Mediahaus an Kabel Deutschland handelte.

Die Mieteinnahmen der GSW stiegen um 2,3 Prozent auf 183 Millionen Euro. Dies sei mit einem verringerten Leerstand von 3,7 auf 3,4 Prozent und dem Erwerb von mehr als 4800 Wohnungen gelungen, sagte Vorstandsmitglied Jörg Schwagenscheidt.

Im Eigentum der GSW sind damit rund 53 000 Berliner Wohnungen, die Ende 2011 einen Marktwert von 2,95 Milliarden Euro hatten. Außerdem verwaltet eine Tochter rund 17 500 Wohn- und Gewerbeeinheiten für Dritte.

Die GSW wird für 2011 eine Dividende von 90 Cent pro Aktie ausschütten, sofern die Hauptversammlung am 28. Juni diesen Vorschlag billigt. Das entspricht nach dem Aktienkurs vom Freitag einer Rendite von 3,5 Prozent.

Die GSW ist seit April 2011 an der Börse. Im September wurde sie in den MDax aufgenommen, den Index mittelgroßer deutscher Unternehmen.