Rocker

SEK stürmt Berliner Klubhaus der Hells Angels

Mehrere mutmaßliche Mitglieder des Rockerklubs Hells Angels haben in Berlin-Reinickendorf einen Mann zusammengeschlagen. Ein SEK griff ein.

Foto: Steffen Tzscheuschner

Angehörige des Spezialeinsatzkommandos (SEK) haben in der Nacht zu Dienstag das Klubhaus der Hells Angels Berlin City an der Residenzstraße in Reinickendorf gestürmt. Es wird von dem Türken Kadir P. geführt. Ein Rocker leistete erheblichen Widerstand und wurde leicht verletzt.

Nach Erkenntnissen der Berliner Polizei hatte sich ein 22-Jähriger am Telefon mit einem ihm Unbekannten verabredet, weil es im Chat Streitigkeiten wegen einer Internetbekanntschaft gab. Als der junge Mann wie verabredet bei einer Tankstelle an der Markstraße erschien, sah er sich drei Männern gegenüber, die nach kurzem Wortgefecht begannen, auf ihn und sein Auto einzuschlagen. Als weitere Rocker hinzukamen, flüchtete das Opfer zu Fuß, ein Zeuge alarmierte die Polizei. Da die Angreifer zum Vereinsheim der Hells Angels an der Residenzstraße liefen, durchsuchte die Polizei wenig später mit SEK-Unterstützung das Clubheim und traf dort drei Männer im Alter von 25, 29 und 33 Jahren sowie eine 28-jährige Frau an. Der jüngste der Männer wehrte sich heftig und erlitt leichte Verletzungen. Die eingesetzten Beamten überprüften die Personalien der anwesenden Personen und setzten sie anschließend wieder auf freien Fuß. Durch eine Befragung des Opfers soll nun geklärt werden, ob sie für den Angriff auf den 22-Jährigen in Betracht kommen.

Die Hells Angels Berlin City sorgen durch ihre Brutalität regelmäßig für Polizeieinsätze. Die ehemaligen Angehörigen der Bandidos waren einst mit knapp 80 Mann dem Türken Kadir P. folgend zu den verfeindeten Hells Angels übergelaufen.

Erst am Wochenende sollen Mitglieder dieser Gruppierung einen Pizzabäcker und seinen 17 Jahre alten Sohn verfolgt und später mit Schlagwerkzeugen und Messern attackiert haben.