Feuer

Zwei Menschen durch Wohnungsbrände verletzt

In Prenzlauer Berg legte eine 30-Jährige Feuer vor der Wohnung der Rivalin und wurde selbst von den Flammen erfasst. In Neukölln rettete die Feuerwehr einen Betrunkenen aus seiner brennenden Wohnung. Er erlitt schwere Brandwunden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Nur wenige Stunden nach dem Großfeuer in Spandau sind bei zwei weiteren Bränden erneut Menschen in Lebensgefahr geraten. Dabei wurde im Lichtenberger Stadtteil Fennpfuhl die mutmaßliche Brandstifterin selbst von den Flammen erfasst. In Neukölln konnte die Feuerwehr einen 59-Jährigen im letzten Moment aus seiner brennenden Wohnung retten. Beide Betroffenen kamen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser.

Gegen 22.45 Uhr am Freitagabend klingelte es an der Wohnungstür eines Hochhauses an der Landsberger Allee. Die 32 Jahre alte Mieterin bemerkte dann beim Blick durch den Türspion eine Frau, die vor der Tür eine Flüssigkeit ausgoss und anzündete. Dabei wurde die Brandstifterin selbst von den Flammen erfasst und flüchtete mit brennenden Kleidern. Während es dem 26 Jahre alten Freund der Mieterin gelang, die Flammen selbst zu löschen, wurden Rettungskräfte der Feuerwehr zu einer in der Nähe gelegenen Wohnung gerufen. Dort stießen sie auf die Brandstifterin. Nach Feststellung ihrer Identität geht die Polizei von einer Eifersuchtstat aus. Die 30-Jährige entpuppte sich als Ex-Freundin des Mannes, der inzwischen mit der 32-Jährigen an der Landsberger Allee zusammenlebt.

Gegen 1 Uhr am Sonnabendmorgen wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Brand an der Elbestraße in Neukölln gerufen, nachdem Anwohner dort dichten Rauch und starken Brandgeruch bemerkt hatten, der aus einer Wohnung in der vierten Etage drang. Feuerwehrmänner brachen die Wohnungstür auf und stießen im Wohnzimmer auf den betrunken am Boden liegenden Mieter und brachten ihn im letzten Moment aus der brennenden Wohnung. Der Mieter kam mit schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus. Ein Brandkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

Bei dem Brand an der Krowelstraße in Spandau waren am Freitag zwölf Menschen verletzt worden, die Feuerwehr hatte 100 Löschkräfte im Einsatz.