Baumesse

Bautec setzt auf die Energiewende

Mehr als 800 Aussteller aus 22 Ländern sind auf der diesjährigen Bautec vertreten. Die Veranstalter erwarten mehr als 60.000 Besucher, die sich über Sanierung und Wohnungsbau informieren wollen. Dabei steht diesmal Energieeffizienz im Mittelpunkt.

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Moderne Gebäude sollen wirtschaftlich effizient, umweltschonend und zugleich komfortabel sein. Wie das bei Neubauten und den zahlreichen in die Jahre gekommenen Häusern in Berlin und dem Bundesgebiet gelingen kann, darüber will eine der größten deutschen Baumessen in der kommenden Woche informieren. In den Hallen am Funkturm beginnt am Dienstag die Bautec. Mehr als 800 Aussteller aus 22 Ländern präsentieren in diesem Jahr die aktuellsten Trends und Dienstleistungen rund um das Thema Bauen.

Werner Mocke, Direktor der Messe Berlin, sagte: „Das Thema Energieeffizienz steht auf der Agenda der bautec 2012 ganz oben. Sie ist die Summe aus optimalem Wärmeschutz, Luftdichtheit, einer hochmodernen Lüftungsanlage und einer Haustechnik mit stromsparenden Geräten. Effiziente Technik verringert nicht nur den Energieverbrauch und entlastet das Budget, sondern sorgt für Behaglichkeit und verbessert die Bausubstanz“.

Die Veranstalter erwarten mehr als 60.000 Messebesucher. Für den Wohnungsbau eröffnen sich 2012 „die besten Wachstumsperspektiven seit 1994“, wie der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Michael Knipper, im Vorfeld der Messe mitteilte. Die Auftragsbücher der Bauunternehmen seien voll, und nichts deute darauf hin, dass sich dies kurzfristig ändern könnte. Im Gegenteil: „Die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten wird auch 2012 Kapital in Wohnimmobilien lenken“, sagte Knipper.

Die Zahl der Baugenehmigungen sei von Januar bis November 2011 um 20,5 Prozent gestiegen. Neben dem Neubau sei die energetische Sanierung alter Häuser eine der großen Herausforderungen der Branche.

Der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) schätzt den Anteil der bislang noch nicht vollständig modernisierten Wohnungen in Berlin auf rund 60 Prozent. Als vollständig modernisiert gelten Häuser, deren Kellerdecken, Außenwände und Decken der obersten Wohnungen gedämmt und deren Fenster und Heizanlagen erneuert wurden. Bei einem Wohnungsbestand von 1,9 Millionen Wohneinheiten in Berlin sind damit 1,14 Millionen nicht auf dem energetisch neuesten Stand.

Viele Hausbesitzer suchten deshalb umfassende Informationen, zumal die Sanierung ein erheblicher Kostenfaktor sei, sagte Michael Knipper. So haben Experten errechnet, dass die Sanierung eines in den 70er-Jahren gebauten Mietshauses mit acht Wohnungen (je 60 bis 80 Quadratmeter groß) rund 600.000 Euro kostet. Auf Besitzer eines Einfamilienhauses (120 Quadratmeter) der gleichen Bauzeit kämen bis zu 140.000 Euro zu.

Geöffnet hat die Bautec 2012 auf dem Berliner Messegelände von Dienstag, 21. Februar, bis Sonnabend, 25. Februar. Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18 Uhr, am letzten Messetag bis 17 Uhr. Die Karten kosten an der Kasse 16, ermäßigt acht Euro. Preiswerter sind die Karten im Internet zu besorgen: Für 12 Euro unter www.bautec.com