Überfälle

Straßenräuber verletzen in Berlin zwei Männer

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P. Oldenburger und S. Pletl

In Berlin sind zwei Männer von bislang unbekannten Räubern verletzt worden. Ein Opfer erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht, das zweite einen Schock.

Zwei Männer sind in Berlin-Gesundbrunnen und in Mitte bei brutalen Angriffen von unbekannten Straßenräubern verletzt worden. Eines der Opfer musste am Freitagabend mit schweren Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das zweite Opfer erlitt einen Schock. In beiden Fällen entkamen die Täter unerkannt mit der geraubten Beute.

Besonders übel von Straßenräubern traktiert wurde ein 43-Jähriger am späten Freitagabend in Gesundbrunnen. José Oliveira J. war gegen 22.30 Uhr allein durch die Gartenstraße in Richtung Max-Urich-Straße gegangen, als er bemerkte, dass zwei Unbekannten ihn verfolgen. Als die beiden Männer den 43-Jährigen aus Tiergarten eingeholt hatten, schlugen sie J. unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer stürzte nach Polizeiangaben durch den Schlag zu Boden und wurde dann mehrfach mit Füßen ins Gesicht getreten. In Panik richtete sich Jose Oliveira J. auf und rannte davon, wurde jedoch von den Schlägern wieder eingeholt und erneut mit Schlägen ins Gesicht traktiert. Anschließend raubten die Täter die Umhängetasche des 43-Jährigen und rannten davon. Die Schläger erbeuteten laut Polizei lediglich einige Bücher, eine Zahnspange sowie etwas Münzgeld, das sich in der Tasche befunden hatte. Das Raubopfer blieb schwer verletzt auf dem Gehweg liegen und musste mit mehreren Knochenbrüchen im Gesicht von der Feuerwehr zur stationären Behandlung in das Rudolf-Virchow-Klinikum der Charité gefahren werden. Die Ermittlungen in dem Fall führt ein Raubkommissariat der örtlich zuständigen Polizeidirektion 3.

Ebenfalls zwei Täter hatten am späten Freitagnachmittag in Mitte einen 78 Jahre alten Mann überfallen. Die Täter hatten ihm laut Polizei vor einem Wohnhaus in der Wilhelmstraße aufgelauert. Als der 78-Jährige gegen 17.30 Uhr die Haustür öffnete, wurde der Mann von dem Duo so heftig in den Hausflur geschubst, dass er stürzte. Die Angreifer schlugen dem wehrlos am Boden liegenden Senior mehrfach ins Gesicht. Dann raubten sie ihrem Opfer Geld und die Armbanduhr, bevor sie in unbekannte Richtung flüchteten. Der 78-Jährige erlitt einen Schock.

Die Polizei registriert sogenannte Straßenraubtaten in ihrer Kriminalstatistik unter der Rubrik Rohheitsdelikte. Im Jahr 2010 gab es in Berlin davon insgesamt 1930 Fälle, ein Jahr zuvor waren es 1959 Fälle gewesen. Zum Vergleich: Rund 6000 Raubtaten auf Geschäfte sind 2010 aktenkundig geworden. Die entsprechenden Fallzahlen für das vergangene Jahr werden im Zeitraum März/April erwartet.