Sanierungsarbeiten

BVG startet in neue Bausaison bei der U-Bahn

Mit Sperrungen, Bus-Ersatzverkehr und längeren Fahrzeiten müssen Kunden der Berliner U-Bahn rechnen. Mehr als 100 Millionen Euro investiert die BVG in die Sanierung und den Umbau der Anlagen. Am Donnerstag wird erneut die Linie U2 unterbrochen.

Foto: picture alliance / dpa / picture alliance / dpa/dpa

Die wichtigste U-Bahnlinie in der Berliner Innenstadt wird von Donnerstagmorgen an unterbrochen. Weil auf der U2 am Spittelmarkt an den Weichen gearbeitet wird, fahren keine Züge zwischen den Stationen Stadtmitte und Märkisches Museum. Die Strecke bleibt bis Betriebsbeginn am Montag gesperrt. Eine weitere Sperrung ist für die Zeit vom 12. bis 15. Januar geplant. Fahrgäste müssen auf Ersatzbusse umsteigen, die vom Alexanderplatz bis zur Station Stadtmitte fahren. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr kann es dabei durch die Straßenbaustellen in Mitte zu erheblich längeren Fahrzeiten kommen. Außerdem werden die Bahnhöfe Hausvogteiplatz und Märkisches Museum vom Ersatzverkehr nicht direkt angefahren. Von den U-Bahnhöfen sind es jeweils bis zu 400 Meter Fußweg zu den Haltestellen der Busse.

Schon seit Montag sind auch Abschnitte der U6 (Hallesches Tor bis Platz der Luftbrücke) und U7 (Möckernbrücke bis Hermannplatz) gesperrt – allerdings nur in den Abend- und Nachtstunden von Sonntag bis Donnerstag. Dort werden marode Tunneldecken saniert. Fahrgäste müssen ebenfalls auf Ersatzbusse umsteigen. Und das ist erst der Auftakt. Mit dem neuen Jahr hat auch die Bausaison bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) begonnen. Insgesamt investiert das landeseigene Unternehmen in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Euro allein in die Sanierung und den Umbau der teilweise mehr als 100 Jahre alten U-Bahnanlagen. Nicht eingerechnet sind dabei die Millionenbeträge, die vom Frühjahr an in den Lückenschluss der U5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor fließen. Für die Fahrgäste heißt das: Sie müssen 2012 auf vielen Strecken mit Sperrungen, Bus-Ersatzverkehr und längeren Fahrzeiten rechnen.

Vollsperrung auf der Linie U1

Das komplette Bauprogramm muss der Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe noch absegnen. Doch schon jetzt ist klar, dass es unter anderem die Fahrgäste auf den Linien U1 (Warschauer Straße–Uhlandstraße) und U8 (Wittenau–Hermannstraße) treffen wird. Gebaut wird auch in diesem Jahr am Gleisdreieck. Weil auf der Hochbahnlinie U1 neue Viaduktstützen eingesetzt werden, droht eine erneute Vollsperrung. Voraussichtlich von Ende April bis Anfang Juni werden keine Züge zwischen den Stationen Möckernbrücke und Nollendorfplatz fahren. Auf der U8 wird es Einschränkungen an den Bahnhöfen Boddinstraße und Leinestraße geben. Sie werden nach BVG-Angaben in diesem Jahr komplett saniert und renoviert.

Von Juli an wird dann die U6 für etwa 15 Monate in der Innenstadt unterbrochen. An der Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden entsteht ein neuer Kreuzungsbahnhof mit der künftig verlängerten U5. Zwischen den Stationen Friedrichstraße und Französische Straße können voraussichtlich bis Oktober 2013 keine Züge fahren. Auch Autofahrer sind von der Baustelle betroffen, weil der südliche Abschnitt der Friedrichstraße an der Kreuzung zur Sackgasse wird und Unter den Linden nur die nördlichen Fahrspuren zur Verfügung stehen.