Straßenbau

Berlins schlimmste Staufallen 2012

Die Berliner Autofahrer müssen auch im kommenden Jahr viel Geduld haben. Besonders hart trifft es erneut Mitte. Doch auch in der City-West und auf den Autobahnen wird gebaut, saniert, erweitert - die 20 größten Straßenbaustellen im ersten Halbjahr 2012.

Foto: BMO

1 - Autobahndreieck Schwanebeck: Der Knoten des Berliner Rings (A10) mit der Autobahn A11 (Berlin-Stettin) wird zum Kreuz Barnim ausgebaut. Dafür wird die Anschlussstelle Weißensee integriert. Ab 2013 soll der Verkehr im Kreuz sechsspurig rollen. Ein Jahr Staufalle!

2 - A100: Die Sicherheitstechnik im Tunnel unter dem Rathenauplatz wird voraussichtlich von Juni an auf den aktuellen Stand gebracht. Bis Ende August sind Teil- und Vollsperrungen geplant.

3 - A100: Erst seit März 2011 ist die neue Spandauer-Damm-Brücke fertig. Nun muss die Fahrbahn der Autobahn an der Anschlussstelle Spandauer Damm saniert werden. Geplant ist das im April. In jeweils drei Nächten pro Fahrtrichtung wird die A100 dafür voll gesperrt.

4 - A111: Die beiden Tunnel Beyschlagsiedlung und Tegel Ortskern werden im Laufe des Jahres technisch nachgerüstet. Zehn bis zwölf nächtliche Vollsperrungs-Termine sind dafür nötig. Zudem müssen einzelne Fahrspuren insgesamt drei bis vier Wochen lang gesperrt werden. Die genauen Termine stehen noch nicht fest.

5 - A115 (Avus): Die 2011 begonnene Sanierung der maroden Fahrbahn wird fortgesetzt. Seit November ist zwischen Hüttenweg und Dreieck Funkturm die stadteinwärts führende Fahrbahn gesperrt. Der Verkehr fließt über die andere Fahrbahn. Vor allem im Berufsverkehr herrscht Staugefahr. Die gute Nachricht: Nach bisherigem Stand wird die Avus-Sanierung bestenfalls Mitte 2013 abgeschlossen sein, früher als zunächst geplant.

6 - Kantstraße: Zwischen Joachimstaler Straße und Budapester Straße wurde zwar jüngst wieder eine Fahrtrichtung freigegeben. Trotzdem bleibt die Kantstraße dort eine Staufalle. Die stadtauswärtige Sperrung bleibt bis mindestens Mitte 2012 bestehen.

7 - Schloßbrücke: Staugefahr droht an der Schloßbrücke in Charlottenburg. Sie wird grundinstandgesetzt, die Fahrspuren reduziert. Der genaue Starttermin (geplant zwischen März und Dezember) und die Verkehrsführung werden noch abgestimmt.

8 - Bundesallee: An der Kreuzung Nachodstraße/Hohenzollerndamm verschwindet ein ungenutzter Tunnel. Voraussichtlich in den Sommerferien drohen deshalb Einschränkungen.

9 - Kurfürstendamm: Zwischen der Westfälischen Straße und dem Rathenauplatz werden von Mai bis August in beiden Fahrtrichtungen die Fahrbahnen saniert. Das Verkehrskonzept für die Bauzeit ist noch in Arbeit.

10 - Behrenstraße: Ein maroder Fernwärmeschacht muss saniert werden. Von Anfang März bis Ende April wird es deshalb eng zwischen Mauerstraße und Glinkastraße. Voraussichtlich gibt es dort nur eine Fahrspur pro Richtung. Die Verkehrsplaner denken aber auch noch über eine Einbahnstraßenregelung nach.

11 - Brückenstraße: Am Bahnhof Jannowitzbrücke werden im ersten Halbjahr 2012 eine Fußgängerunterführung und ein Zugang zur U-Bahn gebaut. Die Straße wird dafür verengt.

12 - Fennstraße: Von März bis Juni sind Leitungsarbeiten der Firma Bayer-Schering geplant. Pro Fahrtrichtung steht dann nur eine Spur zur Verfügung.

13 Föhrer Straße: Zwischen Nordufer und Amrumer Straße verlegen gleich zwei Versorger neue Leitungen, der Stromkonzern Vattenfall und die Berliner Wasserbetriebe. Von Ende Januar bis Ende September kann es daher eng werden. Staugefahr droht vor allem in den Sommerferien. Dann soll pro Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung stehen.

14 - Invalidenstraße: Der Umbau der Straße und der Neubau der Straßenbahn zwischen Nordbahnhof und Hauptbahnhof geht das ganze Jahr über weiter – inklusive Umleitungen und Staugefahr.

15 - Karl-Liebknecht-Straße: Zwischen März und Dezember (Termin steht noch nicht fest) wird ein Fußgängertunnel in Höhe Gontardstraße abgerissen. Der Verkehr fließt dann pro Richtung auf nur zwei teilweise provisorischen Spuren.

16 - Potsdamer Brücke: Fahrbahn und Gehwege werden saniert. Obwohl die Arbeiten in den verkehrsarmen Sommermonaten geplant sind, warnen die Planer schon jetzt vor erhöhter Staugefahr.

17 - Putlitzbrücke: Sehr eng kann es auch auf der Putlitzbrücke werden. Weil eine marode Rampenstützwand erneuert werden muss, gibt es voraussichtlich von Anfang Februar bis Ende November nur eine Fahrspur pro Richtung.

18 - Scheidemannstraße: Im März oder April wird die Fahrbahn zwischen Ebertstraße und Yitzhak-Rabin-Straße saniert. Für eine Woche gilt eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Westen. Der ostwärts fließende Verkehr wird umgeleitet.

19 - Unter den Linden: Zwischen März und Juni kommt es zu Einschränkungen durch Leitungsarbeiten des Energieversorgers Vattenfall zwischen Glinkastraße und Neustädtische Kirchstraße.

20 - Friedrichstraße: Punkt 19 ist allerdings harmlos gegen die Einschränkungen, die ab Juni oder Juli auf Autofahrer an der Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden zukommen. Für den Neubau eines U-Bahnhofs der verlängerten Linie U5 wird die Friedrichstraße für mehr als ein Jahr zur Sackgasse. Auf dem Boulevard Unter den Linden wird der gesamte Verkehr über die nördliche Fahrbahn geleitet.