Frau erwürgt

Polizei fahndet nun europaweit nach Berliner

Alexander Moschkau soll seine Ex-Freundin und Mutter der gemeinsamen Tochter in Bautzen aus Eifersucht erwürgt haben. Der 33-jährige Berliner ist vorbestraft - wegen Vergewaltigung und Körperverletzung. Er ist auf der Flucht.

Nach dem Tod einer jungen Mutter in Bautzen fahndet die Polizei nun europaweit nach ihrem Ex-Freund. Dem Berliner Alexander Moschkau wird vorgeworfen, am Sonntagabend seine ehemalige Freundin Stephanie L. in ihrer Wohnung in Bautzen erwürgt zu haben. Anschließend flüchtete der 33-Jährige mit dem gemeinsamen Kind nach Brandenburg. An der Autobahn-Raststätte Berstetal konnte die Polizei Moschkau zwar anhalten. Ihm gelang jedoch die Flucht zu Fuß. Die 18 Monate alte Tochter Leona ließ er im Wagen zurück.

Wie die Staatsanwaltschaft in Bautzen mitteilte, gilt Alexander Moschkau als dringend tatverdächtig. Ein Haftbefehl gegen den Immobilien-Berater wurde bereits erlassen. Die Polizei glaubt, dass sich Moschkau in Berlin oder Brandenburg aufhält. Als Motiv wird Eifersucht vermutet. So soll Stephanie L. sich von Moschkau getrennt und seit Kurzem einen neuen Freund gehabt haben.

Am vergangenen Sonntag besuchte der 33-Jährige seine Ex-Freundin in ihrer Bautzener Wohnung. Dort muss es dann zu einem Streit gekommen sein. Laut Obduktionsergebnis wurde die 25-Jährige mit bloßen Händen erwürgt. Alexander Moschkau flüchtete daraufhin in einem VW Bora Richtung Brandenburg. Während der Fahrt soll er dann einer Freundin per Telefon die Tat gestanden und gesagt haben, dass er auf dem Weg nach Berlin sei. Die Bekannte rief sofort die Polizei in Berlin an und erzählte den Beamten von dem Beziehungsdrama. Die Berliner wiederum informierten die Kollegen in Sachsen und Brandenburg. In der Bautzener Rosenstraße entdeckten die Beamten dann die Leiche von Stephanie L.

Kurze Zeit später ortete die Polizei Moschkau auf der A13 Richtung Berlin und errichtete eine Straßensperre. Nachdem er gestellt wurde, konnte er jedoch zu Fuß in einen Wald flüchten. Dutzende Beamte mit Spürhunden suchten nach ihm – ohne Erfolg.

Die Polizei bittet deshalb um Hilfe aus der Bevölkerung und fragt, wer den 33-Jährigen am Sonntag im Bereich des Rasthofes Berstetal an der A13 gesehen oder sogar als Anhalter mitgenommen haben könnte. Alexander Moschkau ist 1,80 bis 1,90 Meter groß, kräftig gebaut und trug zuletzt eine graue Strickjacke. Hinweise an Tel:03581468224 oder jede andere Polizeidienststelle.

Alexander Moschkau ist bereits vorbestraft. 2003 wurde er laut Bautzener Staatsanwaltschaft vom Landgericht Berlin wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt. Laut Anklage hatte Moschkau seine damalige Lebensgefährtin in deren Wohnung in Prenzlauer Berg vergewaltigt. Kurz zuvor hatte sie sich von ihm getrennt.