Hauptstadtflughafen BER

Condor plant mehr Direktflüge von Berlin

Die Ferienfluggesellschaft Condor verspricht sich von der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER mehr Wachstum und will dort Präsenz erhöhen. Ab dem kommenden Jahr sollen deshalb unter anderem zwei neue Ziele in den Flugplan aufgenommen werden.

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Mit der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens „Willy Brandt“ BER im Juni 2012 will auch die Ferienfluggesellschaft Condor mehr Präsenz zeigen. Frank Dräger, Geschäftsführer der in Schönefeld ansässigen Condor Berlin GmbH, hat am Montag für das nächste Jahr einen Kapazitätszuwachs von 37 Prozent angekündigt. Die Condor erhöht dafür die Zahl der ständig von Schönefeld aus eingesetzten Maschinen von drei auf vier. Zudem werden zwei neue Ziele in den Flugplan aufgenommen: Der rumänische Schwarzmeer-Kurort Constanza sowie das an der Adriaküste von Montenegro gelegene Tivat, die jeweils einmal pro Woche angesteuert werden. Damit wird die zum Reisekonzern Thomas Cook gehörende Condor im Winter acht und im Sommer 22 Ferienziele in Europa und im Nahen Osten von Berlin aus direkt anfliegen.

Erst vor Kurzem hatten die deutschen Markführer Lufthansa und Air Berlin angekündigt, vom Berlin aus künftig mehr Direktverbindungen anbieten zu wollen. So will die Lufthansa künftig 38 statt nur acht Ziele nonstop erreichen.

Auch Condor erhofft sich, von den neuen Möglichkeiten in Schönefeld zu profitieren. „Wir sind sehr froh über den neuen Flughafen, der Berlin einen ordentlichen Push geben wird“, sagte Achim Lameyer, bei Condor zuständig für den Einzelplatzverkauf. Bereits jetzt würden etwa 40 Prozent der Tickets nicht von Reiseveranstaltern, sondern individuell gebucht.

Die 1998 gegründete Condor Berlin ist bislang die einzige größere Fluggesellschaft, die in Schönefeld ihre Heimatbasis hat. So lässt die Condor dort ihre Airbus-Flotte technisch warten. Aktuell sind das zwölf Maschinen vom Typ A320, im nächsten Jahr kommt ein A321 dazu. Als Besonderheit erhielt jetzt ein Airbus eine Retro-Lackierung, er gleicht einer Maschine aus den frühen 60er-Jahren. Das Innere wurde indes modernisiert: Condor-Passagiere sollen künftig in allen Airbussen eine hellere Kabine mit größeren Gepäckfächern und besserer Schalldämmung vorfinden.

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