Schneeräumung

Blaue Briefe von der BSR zum Wintereinbruch

Blaue Briefe von der BSR erklären Hauseigentümern, was sie bei heftigem Schneefall zu tun haben. Denn mit dem Räumen der Gehwege ist es nicht getan. Auch der Weg zu den Mülltonnen muss frei sein. Sonst muss die Stadtreinigung ihre Arbeit vorübergehen einstellen.

Foto: Getty Images / Getty Images/Getty

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) bittet Hauseigentümer, sich auf den kommenden Wintereinbruch einzustellen. An die 8000 Briefe hat die BSR diesen Herbst deshalb erstmals verschickt. Darin heißt es: Wenn Schnee fällt, müssen nicht nur die Gehwege geräumt werden, sondern auch die Pfade, auf denen die Mitarbeiter der Stadtreinigung die schweren Mülltonnen vom Stellplatz zum Müllwagen rollen. Dies sollen Hauseigentümer auch bei ihren Verträgen mit privaten Winterdienstleistern berücksichtigen.

Die Briefe sind an Eigentümer adressiert, bei deren Häusern die Schneeräumung im letzten Jahr so schlecht geklappt hat, dass die Müllabfuhr vorübergehend eingestellt werden musste – immerhin rund zehn Prozent aller Standorte, vor allem in den Innenstadtbezirken.

BSR sei gut vorbereitet

„Verschneite und glatte Wege behindern nicht nur die Müllentsorgung, sondern sind für unsere Mitarbeiter auch körperlich eine Zumutung“, sagte eine BSR-Sprecherin.

Die BSR selbst ist nach den vergangenen zwei schneereichen Wintern laut eigener Aussage gut auf einen Wintereinbruch vorbereitet. Neue Streufahrzeuge sind angeschafft, außerdem wurde ein neues Streusalz-Lager in Pankow gebaut, in dem nun 2000 Tonnen Salz auf Verwendung warten. Im letzten Winter war Streusalz in Deutschland knapp geworden.