Unfall

Polizist schießt aus Versehen auf Kollegen

Ein Polizist ist am Donnerstag auf einem Gelände der Bereitschaftspolizei an der Ruppiner Chaussee in Berlin-Reinickendorf durch einen Schuss schwer verletzt worden. Die Kugel stammt aus der Waffe eines Kollegen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Nach einer versehentlichen Schussabgabe auf dem Gelände der BereitschaftspolizeiabteilungII in Schulzendorf (Bezirk Reinickendorf) ermittelt das Landeskriminalamt (LKA) in den eigenen Reihen. Durch den Schuss wurde ein 33 Jahre alter Beamter schwer verletzt. Er musste von umgehend alarmierten Rettungskräften in eine Klinik gebracht und dort operiert werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich mehrere Angehörige der Abteilung am frühen Donnerstagnachmittag in der Küche des Hauses 4 auf dem Gelände auf. Dort hat nach Angaben der Polizei ein 21 Jahre alter Polizist mit seiner Dienstwaffe versehentlich einen Kollegen angeschossen. Der 33 Jahre alte Mann wurde in den Oberschenkel getroffen. Auch der 21-Jährige musste von Rettungskräften behandelt werden, er hatte durch den Vorfall einen Schock erlitten und wurde anschließend von einem Psychologen betreut.

Das LKA hat inzwischen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, gehen die Ermittler von einem Unglücksfall aus, bei dem sich der Schuss aus der Dienstwaffe unbeabsichtigt löste. Weitere Einzelheiten sind bislang noch nicht bekannt. Schilderungen, wonach der 21-Jährige unsachgemäß mit seiner Waffe herumhantiert habe, bezeichnete ein Beamter als reine Spekulation. Ob und welche Folgen der Vorgang für den Beamten haben wird, aus dessen Waffe sich der Schuss gelöst hat, bleibt zunächst unklar. An Polizeibeamte werden allerdings im Umgang mit Schusswaffen besonders hohe Anforderungen gestellt, ein unsachgemäßer oder gar fahrlässiger Umgang kann ernste dienstliche Konsequenzen nach sich ziehen.