Night of Lights

Wenn im Olympiastadion Spieler und Ball leuchten

Zum 75. Geburtstag der berühmten Berliner Arena beginnt am 11. November die "Night of Lights". Eine Lichtershow der Extraklasse, bei der ein Fußballspiel im Dunkeln ausgetragen wird – Spieler, Ball, Rasen und Tor werden allerdings leuchten.

Foto: . Olympiastadion Berlin GmbH / . Olympiastadion Berlin GmbH/.

Die frühe Dunkelheit im November hat auch ihr Gutes. Sie bietet die Chance für ein Lichtspektakel der Extraklasse. Spezialist Andreas Boehlke lässt erneut seine Fantasie und sein Können spielen. Und das an einem legendären Ort: im Berliner Olympiastadion. Die „Night of Lights“ beginnt am 11. November 2011 um 18 Uhr. Sie ist Höhepunkt der Feiern zum 75-jährigen Bestehen der berühmten Arena.

„Wir zeigen, was an diesem einzigartigen Ort möglich ist“, sagt Boehlke. Zum Beispiel ein Fußballspiel, wie es die Fans noch nie gesehen haben. Es wird im Dunkeln ausgetragen – aber die Flutlichtanlage ist nicht an. Nur die Kicker und der Ball leuchten. Für die große Illusion sind 22 farbige Lichtkegel auf dem Rasen aufgebaut, jeder ist sieben Meter hoch. Außerdem gibt es 22 Lichtkugeln und zwei blaue Lichttore. Die blaue Tartanbahn wird von einem ebenso blauen Lichtband eingefasst. 300 Stroboskope in den Rängen imitieren das Blitzlichtgewitter der Zuschauer. Auf dem Rasen ist ein von Leuchten eingerahmter Catwalk aufgebaut – die Besucher des Olympiastadions können auf dem sechs Meter breiten, beleuchteten Laufsteg wandeln. Mehrmals am Abend ist eine Show mit Musik und Film zu sehen.

Fußball-Spiel mit Lichtkegeln

Um so viel Illusion zu erzeugen, bedarf es einer präzisen Vorbereitung. Für Andreas Boehlke und sein Team beginnt der Countdown für das Lichtspektakel schon sechs Tage vorher. Am Sonnabend, nach dem Spiel von Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach, beginnen sie mit den Vorbereitungen. Batterien von Leuchtkörpern werden ins Stadion gefahren. Die Experten installieren LED-Lichtleisten und fünf Diaprojektoren mit 6000 bis 8000 Watt. Leistungsstarke Beamer und Scheinwerfer werden aufgestellt. Kilometerlange Kabel sind zu verlegen. 150 Steckdosen müssen angeschlossen werden. Auch die Technik im Stadion kommt zum Einsatz: der „Ring of Lights“ mit 610 Leuchtkörpern, außerdem 4200 Lichtröhren und 155 Halogen-Strahlern. Was gezeigt und geboten wird, sei „magisch“, sagt Joachim E. Thomas, Geschäftsführer der Olympiastadion Berlin GmbH. Die „Night of Lights“ ist als Dank an die Berliner gedacht. „Danke für die Treue der Menschen in dieser Stadt, die immer wieder gern in ihr Hauptstadtstadion kommen“, so Thomas.

Zum Programm der „Night of Lights“ gehören Nachtführungen auch durchs Olympiastadion. In der Aufwärmhalle werden Schauspielstudenten eine Pressekonferenz darstellen. In den Kabinen der Hertha-Fußballer zeigen sie, wie ein Auftritt des Trainers in der Spielpause aussehen könnte. Außerdem steigt eine Party im Atrium. Zwei Spiegelkugeln mit einem Durchmesser, von einem und zwei Metern werden dafür installiert, die sich drehen und das Licht brechen. Die Coverband „Birddogs“ gibt ein Konzert. Anschließend legt ein DJ auf.

Brautpaare zahlen keinen Eintritt

Karten für die „Night of Lights“ kosten fünf Euro. Dafür kommen Besucher ins Stadion, können auf dem Catwalk laufen und die Inszenierungen sehen. Für Eintritt und Nachtführung sind acht Euro zu zahlen, für Eintritt und Partyticket zehn Euro. Das Gesamtpaket kostet 13 Euro. Doch wer rechtzeitig kommt, kann auch kostenlos die Show genießen. Die ersten 75 Besucher zahlen nichts, wegen des Stadion-Jubiläums. Auch Brautpaare, die am 11. November heiraten, und ihre Trauzeugen brauchen keinen Eintritt zu zahlen. Wenn die frisch Getrauten um 19 Uhr in ihrer Festkleidung zum Besucherzentrum kommen, werden von ihnen sogar Hochzeitsfotos als Geschenk gemacht.

Auch das Umfeld des Stadions bleibt an diesem Abend nicht dunkel. Die „Podbielski-Eiche“ und die Türme am Vorplatz werden in Licht getaucht. 40 Lichtleisten und zwei Focusstrahler werden den Glockenturm beleuchten. Über dem Maifeld schweben zehn Halogen-Lichtballons mit einer Stärke von je 1100 Watt. Jeder kann aus fünf Metern Höhe eine Fläche von 2200 Quadratmetern ausleuchten. Die Ballons erhellen den Weg vom Stadion zum Glockenturm.

Vor der Arena werden farbige Lichtkegel errichtet, die 14 und 24 Meter hoch sind, außerdem vier Lichtbälle mit drei bis fünf Metern Durchmesser.

Karten für die „Night of Lights“ kann man im Besucherzentrum am Olympiastadion, Olympischer Platz 3, kaufen und an allen Tixoo-Vorverkaufsstellen. Sie können auch im Internet unter www.olympiastadion-berlin.de/nightoflights bestellt werden.