Charlottenburg

Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifer fest

Ein 34-jähriger Mieter soll für den Wohnungsbrand in Charlottenburg verantwortlich sein. Er soll das Feuer in seiner Wohnung selbst gelegt und damit mehrere Mieter in Gefahr gebracht haben. Im Fall der Brandstifter von Köpenick gesteht der Verdächtige die Taten.

Nach einem Wohnungsbrand in Charlottenburg hat die Polizei den 34 Jahre alten Mieter festgenommen, in dessen Wohnung das Feuer ausgebrochen war. Wie die Polizei am Montag mitteilte, stehe der Mann in Verdacht, das Feuer selbst gelegt und somit mehrere Mieter in Gefahr gebracht zu haben. Der Brand war am Sonntagabend gegen 19.10 Uhr in dem siebenstöckigen Wohnhaus an der Wirmerzeile ausgebrochen. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits aus der Erdgeschosswohnung des Verdächtigen Andreas F. Er soll zuvor seine eigenen Möbel angezündet haben. Nur wenig später stand die gesamte Wohnung in Flammen.

Da sich der dichte Qualm schnell im Treppenhaus verteilte und bereits in die anderen Wohnungen eindrang, brachten die Rettungskräfte 27 Bewohner des Hauses in Sicherheit. Um sie vor dem giftigen Rauch zu schützen, stülpten sie ihnen Fluchthauben über den Kopf. Eine Frau erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren 44 Rettungskräfte im Einsatz. Rund eine Stunde später hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Gegen 20.30 Uhr konnten die Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Während der Löscharbeiten war der Reichweindamm bis etwa 22.15 Uhr voll gesperrt. Ebenfalls betroffen war die Buslinie 123.

Nach Informationen von Morgenpost Online soll der Verdächtige Andreas F. zum Tatzeitpunkt stark betrunken gewesen sein. Wie die Polizei mitteilte, hätten die Beamten während der Befragung des 34-Jährigen den Eindruck gewonnen, dass er den Brand selbst gelegt habe könnte. Er wurde daraufhin festgenommen. Am Montag wurde er noch einmal vernommen. Ob er die Tat einräumte, konnte die Polizei noch nicht sagen. Am Abend sollte er einem Haftrichter vorgeführt werden.

Köpenick: Offenbar privates Motiv

Im Fall der Brandstiftungen von Köpenick soll der verdächtige Robert R., der in der Nacht zum vergangenen Sonntag festgenommen wurde, die Taten gestanden haben. Der 29-Jährige soll zwei Brände in Wohnhäusern an der Müggelheimer Straße und an der nur wenige Kilometer entfernten Straße Zur Nachtheide gelegt haben. Die Motive sollen im privaten Bereich liegen. Wie berichtet, war in der Nacht zu Sonntag zuerst ein Kinderwagen im Hausflur eines Wohnhauses an der Müggelheimer Straße in Flammen aufgegangen. Zwei Erwachsene und drei Kinder erlitten eine Rauchvergiftung. Bis auf einen 38-jährigen Mann konnten die Frau und die drei Kinder das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Rund eine Stunde später bemerkten Bewohner eines Mietshauses an der Straße zur Nachtheide Brandgeruch und entdeckten ein Feuer im Keller. Im Laufe der Ermittlungen soll die ehemalige Lebensgefährtin von Robert R. den Verdacht geäußert haben, dass er mit der Brandstiftung etwas zu tun haben könnte. Ihr soll der Kinderwagen im Hausflur gehört haben. Als die Beamten erfuhren, dass Robert R. in dem Wohnhaus an der Straße zur Nachtheide wohnt – dort sollen er und seine ehemalige Lebensgefährtin gemeinsam gewohnt haben –, erhärtete sich der Tatverdacht. Er wurde festgenommen. In den Vernehmungen soll er die Taten schließlich eingeräumt haben. Montagabend erließ ein Richter Haftbefehl wegen vorsätzlicher gefährlicher Brandstiftung.