Brandstiftung

Berliner soll Feuer in Wohnhäusern gelegt haben

Die Polizei hat in Berlin-Köpenick einen Mann festgenommen, der für zwei Brandstiftungen in Wohnhäusern verantwortlich sein soll. Bei einem der Feuer wurden zwei Erwachsene und drei Kinder verletzt.

Nur einen Tag nach der Festnahme eines mutmaßlichen Auto-Brandstifters in Berlin-Mitte hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag einen weiteren Verdächtigen gefasst. Der 29-Jährige soll in Köpenick zwei Feuer in Wohnhäusern gelegt haben. Zudem wird geprüft, ob er auch ein Auto in der Nähe angezündet hat.

Gegen 22.10 Uhr alarmierten Mieter eines Mehrfamilienhauses an der Müggelheimer Straße Polizei und Feuerwehr. Im Hausflur hatten sie einen brennenden Kinderwagen entdeckt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Durch den Qualm erlitten ein 38-jähriger Mann, eine 33-jährige Frau und drei Kinder im Alter von zwei und elf Jahren Rauchvergiftungen und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Während die beiden Zwillinge, das elfjährige Kind und die Frau die Klinik nach ambulanter Behandlung verließen, wurde der Mann stationär aufgenommen.

Nur 20 Minuten später wurde die Feuerwehr in die nur wenige Hundert Meter entfernte Landjägerstraße gerufen. An der Ecke Amtsstraße brannte ein Fiat Ducato. Passanten konnten allerdings die Flammen löschen, bevor größerer Schaden entstand. Eine knappe Stunde später wurde die Feuerwehr dann in die rund drei Kilometer entfernte Straße Zur Nachtheide alarmiert. Bewohner eines Hauses hatten Brandgeruch bemerkt und anschließend ein Feuer im Keller entdeckt. Verletzt wurde niemand.

Die Ermittlungen führten schnell zu einem 29 Jahre alte Tatverdächtigen. Nach Informationen von Morgenpost Online handelt es sich um Robert R., der ebenfalls in Köpenick wohnen soll. Er gilt als dringend tatverdächtig, für die beiden Brandstiftungen in den Wohnhäusern verantwortlich zu sein. Er wurde in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen. Die Beamten prüfen darüber hinaus, ob er auch den Fiat Ducato angezündet hat. Am Montag soll er einem Haftrichter vorgeführt werden. Robert R. ist bereits wegen diverser Delikte bei der Polizei bekannt. Allerdings soll es sich um Trunkenheit am Steuer und Beleidigung handeln. Interessant für die Ermittler ist jedoch, dass R. bereits früher als Zeuge zu Brandstiftungen vernommen worden sein soll.

Wieder Autos angezündet

Erst in der Nacht zum Sonnabend hatten Bundespolizisten den 25 Jahre alten Tobias P. in Mitte festgenommen. Die Beamten hatten beobachtet, wie er auf der Rosenthaler Straße Ecke Steinstraße mit einem Brandbeschleuniger am Kühlergrill eines Audi hantierte, der kurze Zeit später in Flammen aufging. Nur wenige Meter vom Tatort entfernt nahm die Polizei P. fest. Ein Richter erließ noch am Abend desselben Tages einen Haftbefehl.

Tobias P. war bereits im November 2009 schon einmal festgenommen worden, weil er verdächtigt wurde, in Friedrichshain zwei Fahrzeuge angezündet zu haben. Allerdings konnte damals der Tatverdacht nicht erhärtet werden. Nach mehr als 40 Tagen in Untersuchungshaft kam er frei.

Trotz des jüngsten Fahndungserfolgs, von dem sich die Polizei einen Abschreckungseffekt erhoffte, haben Unbekannte in der Nacht zum Sonntag wieder Fahrzeuge angezündet. Diesmal schlugen die Brandstifter in Kladow zu. Gegen 21.20 Uhr alarmierten Anwohner am Hackländerweg Polizei und Feuerwehr. Auf einer frei zugänglichen Grundstückszufahrt standen zwei Mercedes in Flammen. Die Autos brannten vollständig aus. Durch den Brand wurde ein daneben geparkter Mazda leicht beschädigt. Auch die Fassade einer Garage wurde durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei geht nicht von einem politischen Motiv aus. Die Ermittlungen hat nun ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.