Arbeitskampf

Unbefristeter Streik an der Charité hat begonnen

Seit fünf Uhr früh wird an der Charité die Arbeit niedergelegt und das gleich an drei Standorten. Ein unbefristeter Streik der Servicekräfte hat am Montag begonnen. Rettungswagenfahrer, Essensversorger und Gebäudereiniger fordern einen neuen Tarifvertrag und mehr Lohn.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für das nicht-medizinische Personal sind Mitarbeiter der Charité am Montag in einen unbefristeten Streik getreten. "Am Standort Mitte, am Virchow-Klinikum und am Benjamin-Franklin-Klinikum haben Mitarbeiter am Frühen Morgen die Arbeit niedergelegt", sagte ver.di-Sekretär Uwe Ostendorff.

Betroffen sei insbesondere die Logistik. So werden den Angaben zufolge unter anderem Krankentransporte, Labore und Bluttransporte bestreikt. Die Versorgung der Kranken sei jedoch gesichert. So würde die Arbeit teilweise von Zeitarbeitsfirmen übernommen, sagte Ostendorff. Die Beschäftigten der Charité Facility Management GmbH (CFM) treffen sich laut Ostendorff um 13.30 Uhr auf dem Campus in Mitte zu einer Kundgebung.

Bis zum Vormittag versammelten sich nach Angaben des Gewerkschaftssekretärs rund 150 Mitarbeiter am Hauptgebäude der Charité in Mitte. ver.di rechnet mit bis zu 300 Streikenden täglich. Die Gewerkschaft fordert noch für dieses Jahr 168 Euro mehr Gehalt.