Gewalt im Nahverkehr

Vier Männer bei Übergiffen in Bahnen verletzt

Am Wochenende gab es gleich mehrere Verletzte in öffentlichen Verkehrsmitteln. In der U-Bahnlinie 9 sowie an den Haltestellen Hönow und Ostkreuz kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die in einigen Fällen im Krankenhaus endeten.

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Im öffentlichen Nahverkehr ist es am Wochenende erneut zu mehreren gewalttätigen Übergriffen gekommen. Dabei wurden vier Männer verletzt. Die Polizei konnte insgesamt fünf der Tatverdächtigen festnehmen.

Gleich acht Angreifern sah sich am Sonntag ein 18-Jähriger in einem Zug der U-Bahnlinie 9 gegenüber. Zwischen den Stationen Zoologischer Garten und Walther-Schreiber-Platz wurde der junge Mann von der Gruppe zunächst beleidigt und angepöbelt und ihm schließlich das Mobiltelefon gestohlen. Als sich der 18-Jährige sein Handy zurückeroberte und ihm drei Fahrgäste zu Hilfe kamen, wurde ein 21-Jähriger tätlich angegriffen und leicht verletzt. Zudem raubten die Angreifer nun das Handy des 21-Jährigen, bevor sie aus dem Zug flüchteten. Alarmierte Polizeibeamte konnten drei der Tatverdächtigen in der Nähe des S-Bahnhofs Feuerbachstraße stellen und festnehmen. Die weiteren Ermittlungen hat ein Raubkommissariat der Direktion 4 übernommen.

Gewalt in Hellersdorf und am Ostkreuz

Im U-Bahnhof Hönow in Hellersdorf wurde ein 23-Jähriger am Sonntagabend Opfer einer schweren Körperverletzung. Zwei Unbekannte hatten den Mann gegen 21 Uhr so heftig mit Schlägen traktiert, dass er auf dem Bahnsteig stürzte. Dabei erlitt er Schädelverletzungen und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Schlägern gelang die Flucht in unbekannte Richtung. Die Kriminalpolizei ermittelt.

In zwei Fällen wurde der Bahnhof Ostkreuz zum Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen. Montagmorgen gegen 5 Uhr wurde ein 31-Jähriger von einem zwei Jahre älteren Mann niedergeschlagen. Die Kontrahenten waren aus noch ungeklärten Gründen aneinandergeraten. Der 33-Jährige streckte seinen Gegner schließlich mit einem Faustschlag und einem Hieb mit einer Glasflasche gegen den Kopf nieder. Während der 31-Jährige mit Schnitt- und Platzwunden am Kopf in einer Klinik behandelt werden musste, nahm eine Streife der Bundespolizei den Schläger fest. Der Mann ist bereits wegen mehrerer Delikte polizeibekannt. Am frühen Sonntagmorgen war ein 24 Jahre alter Imbissbetreiber auf demselben Bahnhof mit einem 23-Jährigen aus Lichtenrade in Streit geraten. Der Jüngere schlug seinem Kontrahenten eine Flasche auf den Kopf, woraufhin der Angegriffene mit einem Holzknüppel zurückschlug. Beide Männer erlitten blutende Kopfplatzwunden. Der 23-Jährige versuchte zu flüchten, er konnte aber von Polizeibeamten gestellt und festgenommen werden.