Heiligensee

Autobrandstifter schlagen erneut am Stadtrand zu

Mittlerweile treiben die Autobrandstifter nicht mehr nur in City-Nähe ihr Unwesen. Nun haben sie auch am Stadtrand zugeschlagen. Bereits seit einigen Monaten registriert die Polizei eine Zunahme von Autobrandstiftungen, die aber wohl ohne politischen Hintergrund erfolgen.

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/dpa

Berlins gefürchtete Autobrandstifter sind immer häufiger auch am Stadtrand aktiv. Nachdem in jüngster Vergangenheit bereits Stadtteile wie Wannsee oder Lichterfelde mehrfach Schauplätze von Brandstiftungen waren, schlugen die Täter jetzt auch im äußersten Nordosten zu. In der Nacht zu Montag brannten zwei Pkw in Heiligensee. Beide Brände entdeckte ein Anwohner der Straße An der Wildbahn gegen 2.30 Uhr. Durch verdächtige Geräusche geweckt, stellte er beim Blick aus dem Fenster fest, dass sowohl ein in unmittelbarer Nähe seines Hauses geparkter Mercedes, als auch ein direkt an der gegenüberliegenden Straßenseite abgestellter Peugeot in Flammen standen. Der Mann alarmierte die Feuerwehr, die die Brände löschte, ohne dass Personen zu Schaden kamen. Während bei dem Peugeot ein erheblicher Schaden im Heckbereich entstand, brannte der Mercedes vollständig aus. Da nach bisherigen Erkenntnissen ein politisches Tatmotiv infrage kommt, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Autobrandstiftungen nehmen zu

Die Polizei registriert bereits seit Monaten eine Zunahme von Autobrandstiftungen außerhalb der bis dato betroffenen Innenstadtbezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Dabei wichen die Täter allerdings vorwiegend in andere citynahe Stadtteile wie Schöneberg, Moabit oder Charlottenburg aus. Brandstiftungen am Stadtrand waren bislang eher selten. Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass nur noch die Hälfte der Taten einen politischen Hintergrund haben.