Gastronomie

Senat stellt Resultate des Hygiene-Checks online

In drei Wochen können hygienebewusste Berliner im Internet prüfen, wie sauber es in ihrem Lieblings-Imbiss zugeht. Dann stellt der Senat die Prüfergebnisse seiner Restaurant-Kontrolleure ins Netz.

Mitte August ist es so weit. Dann werden die ersten Ergebnisse von Hygienekontrollen in Berliner Restaurants auf der Internetseite berlin.de/sicher-essen zu sehen sein. Das hat die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz angekündigt. Bis dahin bleibt Pankow der einzige Bezirk, der die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen ins Netz stellt . Zwölf Restaurants, Bäckereien und Imbissstände sind mit Fotos auf der aktuellen Negativliste aufgeführt. Vorbildliche Lebensmittelhygiene wird 48 Unternehmen im Bezirk bescheinigt, die auf der Positivliste von Ende Juni stehen. Es sind Gaststätten, Eisdielen, Bäckereien, Kitas und Seniorenheime.

Die Gesamtberliner Datenbank ist im Aufbau. Seit Anfang Juli geben die Kontrolleure der Bezirksämter ihre Prüfergebnisse ein. Doch zunächst hat das kontrollierte Unternehmen die Möglichkeit, eine Anhörung zu verlangen. Die Frist dafür beträgt einen Monat. Erst wenn sie abgelaufen ist, dürfen die Prüfergebnisse veröffentlicht werden. Dies gebe das Verbraucherinformationsgesetz vor, so die Behörde. Die Datenbank soll schrittweise mit den Ergebnissen der Kontrollen aus den Bezirken gefüllt werden. Bereits jetzt kann man nachlesen, welche Kriterien bei der Bewertung angelegt werden. Der Lieferweg der Lebensmittel muss nachvollziehbar sein. Die Kontrolleure prüfen, ob Hygienevorschriften eingehalten werden und ob Lebensmittel richtig gelagert und gekühlt sind. Der Zustand der Küche und der Lagerräume wird betrachtet. Die Eigenkontrolle in der Gaststätte spielt eine Rolle. Bewertet wird auch, ob die Mitarbeiter zur Lebensmittelhygiene geschult sind, ob vorschriftsmäßig gereinigt wird und Schädlinge richtig bekämpft werden.

Friedrichshain macht nicht mit

Insgesamt neun Prüf-Kriterien listet die Senatsverwaltung auf. Bei Beanstandungen vergeben die Kontrolleure Minuspunkte – bis zu 80 können es werden. Die Note 1 bekommt ein Restaurant bei null Punkten. Von 1 bis 19 Minuspunkten gibt es die 2., von 20 bis 40 ein „Zufriedenstellend“ oder 3, 41 bis 54 Minuspunkte bedeuten 4 oder „ausreichend“. Ab 55 wird eine 5 oder „nicht ausreichend“ vergeben. Für die geprüften Gaststätten werden Name und Adresse, Noten und Punktestand in der Datenbank nachzulesen sein, außerdem soll es einen Link zum Standort geben. Auch benachbarte Restaurants sollen angezeigt werden.

Doch das gilt nicht für die gesamte Stadt. Bislang beteiligen sich nur elf der zwölf Bezirke am neuen Kontrollsystem. „Friedrichshain-Kreuzberg ist nicht mit im Boot“, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsverwaltung. Der Bezirk habe noch Bedenken.