Schwere Schädelverletzungen

Spandauer Autohändler überlebt Überfall knapp

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: Steffen Pletl

Ein KFZ-Händler aus Spandau wurde am Freitag brutal überfallen: Zwei Unbekannte hatten den 55-Jährigen in seinem Büro am Brunsbütteler Damm zusammengeschlagen und zwei Autos gestohlen.

Ein mysteriöses Verbrechen beschäftigt die 6. Mordkommission: Bislang noch unbekannte Täter haben am Freitagabend einem Gebrauchtwagenhändler in Spandau schwerste Kopfverletzungen zugefügt und ihm zwei Autos gestohlen. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Raubmordes.

Gegen 20.50 Uhr hatten Passanten den 55-Jährigen im Büro seines Kfz-Handels am Brunsbütteler Damm entdeckt; der Mann hatte lebensgefährliche Schädelverletzungen. Eine Notarztwagenbesatzung der Feuerwehr brachte ihn in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Am Sonnabendabend schwebte das Opfer nicht mehr in Lebensgefahr, nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte sich der Zustand des Mannes stabilisiert.

Erste Ermittlungen ergaben, dass zwei Autos entwendet worden sind, ebenso sollen zwei Kennzeichen verschwunden sein. „Wir versuchen derzeit, die Typen der Wagen zu ermitteln, bevor es eine Öffentlichkeitsfahndung nach ihnen geben wird“, so ein Ermittler der Mordkommission. Ferner wurde offenbar beim Ausparken dieser Autos ein weiterer Wagen beschädigt. Experten der Spurensicherung waren gestern den halben Tag lang mit der Suche nach Beweismitteln auf dem Gelände am Brunsbütteler Damm beschäftigt.

Die Hintergründe des Verbrechens sind noch völlig unklar. Nach Informationen von Morgenpost Online soll der Geschäftsmann seinen Gebrauchtwagenhandel seit mehr als 21 Jahren an der stark befahrenen Straße betreiben. In jüngster Vergangenheit habe er sich aber mehr auf den Handel im Internet konzentriert, weil es zu wenig Laufkundschaft gegeben habe. Bis vor Kurzem sei das Geschäft von ihm und einem Partner geführt worden, dieser habe sich dann aber zurückgezogen.

Nach Angaben eines Kriminalbeamten wird zurzeit in alle Richtungen ermittelt. Eine Tat von Personen, die es speziell auf die Autos abgesehen hatten, könne ebenso wenig ausgeschlossen werden wie die Möglichkeit, dass sich Täter und Opfer bereits kannten. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Polizei sucht mit Kennzeichen und Fotos

Die Polizei hofft durch Bekanntgabe der Autokennzeichen (B - GL 2297) und (B - ST 862) sowie Fotos der gestohlenen Autos auf Hinweise. Diese werden unter der Telefonnummer 030 - 4664-911601 oder in jeder Polizeidienststelle entgegengenommmen.

( mb/plet )