Scubeparks

Holzwürfel-Hotelzimmer im Prinzenbad vor Aus

Der Bezirk hat den Ausbau von 40 mobilen Hotelzimmern im Kreuzberger Freibad gestoppt. Fehlende Genehmigungen und eine hohe Attraktivität des Schwimmbads im Sommer seien die Gründe.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Günstig übernachten mitten in der Stadt und doch im Grünen am Wasser – diese Idee wollte die Firma Scubeparks mit 40 mobilen Hotelzimmern im Kreuzberger Prinzenbad verwirklichen. Am 1. Juni sollten die puristischen Holzwürfel auf einem hinteren Teil der Liegewiese stehen, die das Unternehmen von den Bäderbetrieben gepachtet hat. Das Gelände ist bereits eingezäunt, die fünf ersten Übernachtungsboxen sind aufgebaut.

Doch jetzt droht das Projekt an fehlenden Genehmigungen und am Votum der Bezirksverordneten zu scheitern. Diese haben sich einstimmig gegen den Aufbau der Hütten ausgesprochen. „Schon heute ist das beliebte Freibad an heißen Sommertagen völlig überlastet“, sagt Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). Das Prinzenbad genieße nicht zuletzt wegen des Kinofilms Prinzessinnenbad in seiner jetzigen Form einen Kultstatus, der erhalten werden solle. „Weniger Grünflächen zum Erholen gegen mehr Ferienwohnungen sind ein schlechter Tausch“, sagt auch Taina Gärtner (Grüne). Die Grünen hatten den Antrag eingebracht, Linke und SPD schlossen sich an.

Im Moment besitzt die Firma Scubeparks nur eine Sonderbaugenehmigung für die fünf aufgebauten Holzwürfel. Dass sie für die anderen Boxen einen Bauantrag stellen müssten, sei ihnen erst jetzt mitgeteilt worden, sagt Geschäftsführerin Tanja Rathmann. Mittlerweile liegt er im Bauamt vor. „Entweder wir kriegen es noch hin oder wir suchen uns einen neuen Standort“, sagt Rathmann.

Bäderchef Klaus Lipinsky fände es „bedauerlich“, sollte das Projekt scheitern. Es sei eine spannende Idee gewesen. Allerdings sei im Vertrag festgelegt, dass sich die Firma um alle Genehmigungen kümmern sollte. Das sei offenbar nicht geschehen, so Lipinsky. Im schlimmsten Fall müsse er auf die Pachteinnahmen verzichten.