U-Bahn Sanierung

Fahrgäste der U5 müssen sich weiter gedulden

Die Streckensanierung auf der U5 werden drei Wochen länger dauern als geplant. Und auch auf anderen Linien der U-Bahn kommt es zu Behinderungen.

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Die Nutzer der U-Bahn-Linie 5 (Alexanderplatz–Hönow) müssen noch mindestens bis zum 10. Juni mit längeren Fahrzeiten rechnen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bestätigten am Dienstag, dass die Bauarbeiten auf dem oberirdischen Streckenabschnitt der Linie nicht, wie geplant, am 20. Mai abgeschlossen werden können, sondern erst drei Wochen später.

Die U-Bahnen fahren also tagsüber vom Alexanderplatz aus weiterhin nur bis Hellersdorf. Zwischen den Bahnhöfen Hellersdorf und Hönow pendelt dann auf der nur eingleisig nutzbaren Strecke ein Zug im Zehn-Minuten-Takt. Die Einschränkungen gelten von Montag bis Donnerstag von 8.41 Uhr bis 14.41 Uhr, freitags nur bis 13.41 Uhr. Ausgenommen davon wird aber der 2.Juni, der Himmelfahrtstag, sein.

Die BVG begründet die Terminverzögerung mit „Problemen bei der Ausführung eines Kabelkanals, die bei der Planung nicht ersichtlich waren“. Daneben gibt es offenbar erneut Ärger mit Baulärm. Bei der Sanierung der noch aus DDR-Zeiten stammenden Gleisverbindung wird in drei Schichten gearbeitet. Auch nachts, aber in dieser Zeit könnten bestimmte Arbeiten nicht ausgeführt werden, so die Verkehrsbetriebe.

Die Behörden hatten eine Ausnahmegenehmigung für Nachtstunden nicht erteilt. Bereits im Vorjahr hatten sich Anwohner erfolgreich gegen nächtlichen Baulärm an den Hochbahnviadukten in Prenzlauer Berg gewehrt. Dadurch verzögerte sich die Sanierung der U-Bahnstrecke zwischen Schönhauser Allee und Senefelderplatz um mehrere Wochen.

Dagegen können die Verkehrsbetriebe die Bauarbeiten auf der Linie U3 (Nollendorfplatz–Krumme Lanke) vorzeitig beenden. Bereits ab Freitagmorgen verkehren die Züge zwischen Nollendorfplatz und Spichernstraße ohne Einschränkungen. Da auf dieser Strecke Tunnelstützen saniert werden müssen, fahren derzeit zwischen den Bahnhöfen Spichernstraße und Augsburger Straße abends ab 22 Uhr Busse im Ersatzverkehr.

Insgesamt will die BVG in diesem Jahr rund 160 Millionen Euro in die Instandsetzung der insbesondere bei der U-Bahn lange Zeit vernachlässigten Infrastruktur investieren. Schwerpunkt ist allerdings die weitere Sanierung des U-Bahnhofs Gleisdreieck. Die Arbeiten hatten Anfang der Woche begonnen und, trotz Ankündigung, viele Kunden überrascht. Noch bis 10.November bleibt der Zugverkehr auf der Linie U2 zwischen Gleisdreieck und Wittenbergplatz unterbrochen. Jeder zweite Zug fährt von Pankow aus sogar nur bis zum Potsdamer Platz.

Am westlichen Ende der U2, zwischen Olympia-Stadion und der Endstation Ruhleben, wird noch bis Anfang August keine Bahn fahren, die BVG-Kunden müssen dort in Busse der verlängerten Linie 131 umsteigen.